Directive 8020 ist ein teilweise als Interaktiver Film gestaltetes Action-Adventure von Supermassive Games. Das für PC (Windows), PlayStation 5 und Xbox Series entwickelte und im Jahr 2026 veröffentlichte Science-Fiction-Survival-Horror-Computerspiel ist der fünfte Teil der Serie The Dark Pictures Anthology.
Handlung
Die fünfköpfige Besatzung des Raumschiffs Cassiopeia hat den Auftrag, Informationen über den Planeten Tau Ceti f zu sammeln. Der Planet umkreist den Stern Tau Ceti, der 12 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt, und ist zur letzten Hoffnung der Menschheit geworden, da die Erde dem Untergang geweiht ist. Doch die Cassiopeia stürzt auf Tau Ceti f ab und der Besatzung wird schnell bewusst, dass sie nicht allein auf dem Planeten sind.
Spielprinzip
Im Verlauf des Spiels werden fünf Spielercharaktere aus der Third-Person-Perspektive gesteuert.
Directive 8020 bietet wie die Vorgänger mitunter Quick-Time-Events. Im Gegensatz zu Vorgängern können Entscheidungen bzw. entscheidende Szenen im Spiel zurückgespult bzw. rückgängig gemacht werden. Außerdem sind erstmals Schleichmechaniken Teil des Gameplays. Von den Entwicklern als Verbesserung gegenüber den Vorgängern wurde außerdem die Kameraführung bzw. Steuerung des Spielers über die Kamera bzw. Perspektive angepriesen.
Directive 8020 lässt sich in verschiedenen Schwierigkeitsgraden spielen. Die Spielzeit ist mit etwa acht Stunden angegeben; das Spiel ist in acht Episoden unterteilt, die jeweils etwa eine Stunde dauern.
Der Mehrspielermodus „Filmabend“ kehrte aus den vorherigen Spielen der Anthologie zurück. In diesen können bis zu fünf Spieler im Koop-Modus oder, erstmals in der Serie, online miteinander spielen.
Entwicklung
Directive 8020 ist das fünfte von acht geplanten Spielen der Dark-Pictures-Anthology-Serie. Ursprünglich sollte es das erste Spiel der zweiten Staffel der Anthologie sein, doch Supermassive Games gab im Juni 2025 bekannt, dass man vom Staffelformat abrücken und Directive 8020 als eigenständiges Projekt entwickeln würde. Der Titel des Spiels ist eine Anlehnung an die NASA-Direktive 8020.7G, die sich mit der Kontrolle biologischer Kontaminationen für ausgehende und ankommende planetare Raumfahrzeuge befasste.
Directive 8020 wurde mit einer Post-Credit-Szene bzw. im Abspann des im November 2022 veröffentlichten Vorgängers The Dark Pictures Anthology: The Devil in Me angekündigt. Einen Monat zuvor, im Oktober 2022, begann die Hauptproduktion des Spiels, wobei da bereits umfangreiches Filmmaterial gedreht worden war. Die britische Schauspielerin Lashana Lynch verkörpert in dem Spiel die Hauptprotagonistin Brianna Young.
Laut Creative Director Will Doyle ist das Spiel von dem im Jahr 1982 veröffentlichten Science-Fiction-Horrorfilm The Thing inspiriert. Auch die Science-Fiction-Filme Solaris (1972), Alien (1979), Event Horizon (1997), Pandorum (2009), Prometheus (2012), Life (2017) und Sputnik (2020) wurden als Inspirationsquellen genannt. Weitere Einflüsse waren H. P. Lovecrafts kosmische Horrorszenarien.
Rezeption
Innerhalb der Dark-Pictures-Reihe erzielte Directive 8020 den höchsten Metascore.
Die Redaktion von 4P lobte die glaubwürdige Leistung der Schauspieler und die filmische Inszenierung. M! Games gefiel Handlung, Technik und die gesteigerte Interaktion im Vergleich zum Vorgänger. Es sei jedoch spielerisch zu eintönig. GIGA kritisierte Animationen insbesondere der Gesichtszüge und die kurze Spielzeit. Von IGN Deutschland wurde das Spiel als atmosphärisch stark und mit hohem Wiederspielwert eingestuft. Bei den Schleichpassagen könne man hingegen nicht mit der erzählerischen Qualität mithalten. Für Eurogamer blieben die Charaktere blass. Auch der Horror funktioniere nicht. Spielerisch könne es mit Alien: Isolation nicht mithalten.
Heise Online gefiel das philosophische Ende. Kritisch wurden jedoch die langen Zwischensequenzen und zu kurze Spielabschnitte beurteilt. Gamereactor bemerkte, dass das Spiel seine Inspirationsquellen nicht übertreffe, aber sie auch nicht verblasse. Das Spielprinzip sei solide. Manche Szenen wirkten kitschig und unbeholfen. GamersGlobal bemerkte, dass in der ersten Spielhälfte zu wenig passiere. Man wünschte sich spielerisch einen stärkeren Einschlag in Richtung Action-Adventure. Gamers.at verwies auf den episodischen Aspekt, der die Spannung erst im Laufe der Staffel aufbaue. Gamezoom stufte es als interaktiven Horrorfilm ein, der jedoch keine Innovationen böte.
Quellen und Überprüfung
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Aktualisierung des Quelltextes: 2026-08-16