Tainted Grail: The Fall of Avalon ist ein Open-World-Action-Rollenspiel. Das Fantasy-Computerspiel des polnischen Entwicklerstudios Questline erschien am 30. März 2023 im Early Access für Microsoft Windows. Am 23. Mai 2025 wurde das vollständige Spiel von Publisher Awaken Realms für Windows, PlayStation 5 und Xbox Series X und S veröffentlicht. Es spielt in einer düsteren Fantasywelt vor dem Hintergrund der Artus-Sage und ist das zweite Computerspiel, das auf dem 2018 per Kickstarter finanzierten gleichnamigen Brettspiel basiert.
Handlung
Das Spiel beginnt damit, dass der Spielercharakter in einer Zelle der Red Priests erwacht. Die Roten Priester sind eine Gruppe religiöser Fanatiker, die den Red Death um jeden Preis heilen wollen. Dabei schrecken sie auch nicht vor Folter oder Experimenten an Menschen zurück. Ein mysteriöser Fremder befreit den Spieler aus der Anstalt und bringt ihn durch ein Portal zu einem geheimnisvollen Ort. Dort spricht die Seele von König Artus zum Spieler, die sich an dessen Körper gebunden hat. Das Ziel des Spiels ist es ab dann, die restlichen Teile der Seele zu finden, damit König Artus wiederauferstehen kann.
Spielprinzip
Bei Tainted Grail: The Fall of Avalon handelt es sich um ein Open-World-Rollenspiel aus der Egoperspektive. Es wurde allerdings auch eine optionale Third-Person-Ansicht ergänzt. Durch das Abschließen von Quests oder Töten von Gegnern sammelt man rollenspieltypisch Erfahrungspunkte. Nach jeder aufgestiegenen Stufe kann man einen Attributpunkt in Grundfähigkeiten und einen Talentpunkt auf Talentbäume verteilen. Dabei gibt es je drei Talentbäume pro Attribut. Beim Kampfsystem spielen Angriffe mit Waffen oder Zaubern sowie Ausweichen und Parieren gegnerischer Angriffe eine Rolle. Waffen können mit zusätzlichen Effekten versehen sein, etwa Gift, Blutung oder Verbrennen. Man kann bis zu vier Waffensätze aus Schwertern, Bögen und Zaubersprüchen festlegen und im Kampf schnell wechseln.
Entwicklung und Veröffentlichung
Publisher Awaken Realms veröffentlichte zuvor 2021 Tainted Grail: Conquest, das auf dem Brettspiel Tainted Grail: The Fall of Avalon basiert, für das 2018 auf Kickstarter mehr als 5 Millionen Euro eingesammelt werden konnten. Anders als der Nachfolger The Fall of Avalon ist Conquest ein isometrisches Party-RPG mit Rogue-like- und Deck-Building-Mechaniken und einem rundenbasierten Kampfsystem. Tainted Grail: The Fall of Avalon wurde im Dezember 2021 für PC angekündigt. Ein Early-Access-Release war zu diesem Zeitpunkt für das vierte Quartal des Folgejahres geplant. Am 30. März 2023 wurde das Spiel auf Steam im Early Access veröffentlicht. Die Vollversion war für das Jahr 2024 geplant. Anfang Oktober 2023 wurden auch Versionen für PlayStation 5 und Xbox Series X/S für das vierte Quartal 2024 angekündigt. Im August 2024 wurde eine Verschiebung auf das zweite Quartal 2025 bekannt gegeben.
Tainted Grail: The Fall of Avalon erschien schließlich am 23. Mai 2025 auf PC, PS5 und Xbox Series. Im September 2025 wurden mit dem Update 1.1 große Überarbeitungen und Neuerungen eingefügt. So wurde auch ein New-Game-Plus-Modus ergänzt.
Rezeption
Laut dem Wertungsaggregator Metacritic erhielt Tainted Grail im Schnitt gute Wertungen, wobei die PC-Version einen etwas höheren Wertungsschnitt erreichte als die Konsolenversionen. Das Spiel wurde vielfach mit der Elder-Scrolls-Reihe verglichen. GameStar bemerkte Ähnlichkeiten zu Skyrim und Enderal. Erkundungsmöglichkeiten und Handlung wurden gelobt. Kritisiert wurde das Fehlen einer deutschen Sprachausgabe sowie veraltete Grafik.
Zu einem ähnlichen Schluss kam auch der Redakteur von Maniac.de im Test der Konsolenfassung. Laut IGN Deutschland ist das Worldbuilding gelungen, jedoch stünden dem repetitive Quests, Balancingschwächen und eine zunehmend leerer werdende Open World entgegen. Der Tester der englischsprachigen Genre-Website RPGamer sah in dem Spiel eine interessante Interpretation der Sage um König Artus. Das Kampfsystem mache Spaß, auch wenn es anfangs etwas seltsam wirke und der Grafikstil sei trotz technischer Schwächen schön.
Quellen und Überprüfung
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Aktualisierung des Quelltextes: 2026-03-08