Zuhause/Enzyklopädie/Medal of Honor: Pacific Assault
Enzyklopädie / 2004

Medal of Honor: Pacific Assault

Medal of Honor: Pacific Assault ist ein Ego-Shooter-Computerspiel, das von EA Los Angeles entwickelt und von Electronic Arts im November 2004 für Microsoft Windows veröffentlicht wurde. Es ist das siebte Spiel innerhalb der Computerspielreihe Medal of Honor.

Später erschien eine Director’s-Cut-Edition als DVD mit zusätzlichen Waffen, eine Zeitlinie des Zweiten Weltkrieges, einen Musikspieler, Dokumentarfilmen und einem Making-of. 2009 erschien der Directors Cut erneut in der Computerspielesammlung Medal of Honor – 10th Anniversary mit Medal of Honor: Allied Assault sowie Medal of Honor: Airborne. 2016 wurde es bei GOG.com und Origin digital wiederveröffentlicht.

Handlung

Behandelt wird der Pazifikkrieg aus Sicht der United States Navy. Der Protagonist ist Private Thomas "Tommy" Conlin. Der Spieleinstieg beginnt mit einer Landung auf dem Tarawa-Atoll, die nach schwerer Verwundung in eine Rückblende zur Grundausbildung im United States Marine Corps übergeht. Anschließend erlebt man mit dem Angriff auf Pearl Harbor den Auslöser für den Kriegseintritt der Vereinigten Staaten. Anschließend wird auf der Inselgruppe Makin, Guadalcanal und Hawaii gekämpft.

Spielprinzip

Der Spieler kann seinem Squad per Zuruf Befehle geben, sich zu sammeln, Unterstützungsfeuer zu geben oder sich zurückzuziehen, wobei diese nicht alleine vorrücken können. Bei Verletzungen wird der Spieler vom Sanitäter der Einheit versorgt. Im Mehrspieler gibt es die Modi Deathmatch, Team-Deathmatch oder Invader, bei dem strategisch wichtige Punkte eingenommen oder gesprengt werden müssen. Dabei wird in den Klassen Schütze, Sanitäter, Pionier und Munitionsträger gegeneinander gekämpft.

Entwicklung

Die Entwickler setzten auf die LithTech-Spiel-Engine in Kombination mit der Havok-Physik-Engine. Bei der Entwicklung kam es zu Verzögerungen. Die Veröffentlichung wurde um 2 Monate verschoben. Später wurde PunkBuster als Anti-Cheat-Lösung integriert und der Mehrspieler um einen strategischen Modus und Klassen erweitert. Das Spiel verwendet GameSpy zur Organisation des Mehrspielermoduses, dessen Server abgeschaltet wurden. Im Gegensatz zu anderen Publishern stellte Electronic Arts keine Alternative bereit.

Rezeption

Paul Kautz von 4Players verglich es mit Call of Duty: United Offensive, dem es in puncto Leveldesign, Grafik, Geräuschkulisse, Ideen, Atmosphäre und Spielwitz überlegen sei. GameStar hob die Spielbalance und das durchdachte Leveldesign hervor. Benjamin Bezold von PC Games betonte die filmreife Inszenierung, wobei nicht alle Kapitel auf gleichem Niveau seien. Die Computergegner agieren fordernd. Auch der Schauplatzwechsel in den Pazifik sorge für Abwechslung innerhalb der Riege der Weltkriegs-Shooter. Sein Kollege Thomas Weiss machte dennoch eine gewisse Monotonie innerhalb des Genres aus, da der Spielablauf immer ähnlich sei. Auch Rüdiger Steidle von PC PowerPlay erwähnte das Déjà-vu, das innerhalb der Reihe und beim Konkurrenten Call of Duty aufkomme. Er bemängelte zudem die ungenaue Kollisionsabfrage bei Hindernissen.

Sein Kollege Patrick Hartmann bemängelte das Verhalten der unsterblichen KI-Kameraden. Er lobte die Optik und den Soundtrack. Florian Stangl bemerkte, dass das Spiel eine beklemmende Atmosphäre ähnlich eines Kinofilms erzeuge, das Spielprinzip sei hingegen banal und die Animationen teils schlecht.

Quellen und Überprüfung

Angepasst von Wikipedia. Der Text gehört den Autoren des Originalartikels und ist unter einer CC BY-SA 4.0-Lizenz verfügbar. Tabellen, Vorlagen und Fußnoten entfernt; Unten finden Sie Links zur Originalversion und zum Revisionsverlauf.

Aktualisierung des Quelltextes: 2026-09-05

Lesen Sie weiter

↑