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Slave Zero

Slave Zero ist ein Actionspiel für Windows und Dreamcast, das 1999 erschien. In dem Computerspiel wird ein Mech aus der Verfolgerperspektive gesteuert. 2024 erschien mit Slave Zero X ein Side-Scroller-Ableger.

Spielprinzip und Handlung

Bei dem Spiel handelt es sich um ein Actionspiel mit Schusswechseln aus der Verfolgerperspektive. Man steuert einen biomechanischen Riesenroboter durch eine Großstadt. Das Spiel umfasst 14 Missionen. Am Ende einiger Level warten Bossgegner. Es sind zehn Waffenarten verfügbar, von denen zwei gleichzeitig verwendbar sind. In den Spieloptionen kann auf eine Egoperspektive umgeschaltet werden, weshalb das deutschsprachige Dreamcast-Magazin das Spiel als Ego-Shooter bezeichnete. Die Dreamcast-Version enthält einen Split-Screen-Modus für bis zu vier Spieler, während der Mehrspielermodus in der PC-Version von bis zu vier Spielern über Netzwerk gespielt werden konnte.

Die Handlung spielt im Jahr 2512 in einer Zukunft, in der ein böser Diktator namens SovKhan die Welt von der Megacity S1-9 aus mit seiner Armee von Riesenrobotern unterjochen will. Der Cyborg Slave Zero soll diesen im Auftrag einer Rebellenorganisation aufhalten. Hintergrund ist, dass man einen sogenannten „Slave“ (deutsch Sklave) mit der Seriennummer Null spielt. Bei den Slaves handelt es sich um keine reinen Roboter, sondern Cyborgs, die im Kindesalter mit digitaler Gehirnwäsche programmiert werden. Slave Zero fiel in die Hände von Rebellen, die ihn mithilfe der mentalen Verschmelzung ihres besten Piloten Chang umprogrammierten.

Entwicklung und Veröffentlichung

Das Spiel wurde bei Accolade unter dem Produzenten Matt Powers entwickelt. Laut Entwickleraussage stellte sich die Portierung für Dreamcast sehr einfach dar. Mitte Juli 1999 widersprach Publisher Infogrames Gerüchten, wonach die Veröffentlichung des als Launchtitel für die Dreamcast geplanten Spiels verschoben würde. Anfang August wurde dann allerdings doch die Reißleine gezogen und die Dreamcast-Version auf November 1999, anstatt mit dem Dreamcast-Erscheinen am 9. September, verschoben. IGN verkündete die Veröffentlichung in Nordamerika sowohl für Dreamcast als auch für PC am 18. November 1999. Als technisches Grundgerüst wurde speziell für Slave Zero die Spiel-Engine Ecstasy Engine entwickelt. Geplant war, die Mehrspielerfähigkeiten der Dreamcast zu nutzen und Deathmatch für acht Spieler oder sogar mehr zu ermöglichen.

Rezeption

Das Spiel erhielt eher mittelmäßige Wertungen. Auf der mittlerweile eingestellten Wertungsaggregationsplattform GameRankings hatte die PC-Version mit 72 % eine höhere Durchschnittswertung als die Dreamcast-Version mit 58 %.

Der Tester des deutschsprachigen PC-Spielemagazins GameStar fand, dass das Gefühl eines riesigen Roboters in einer Großstadt nicht richtig eingefangen wurde, es sich stattdessen nach einer Plastikfigur in einer Spielzeugstadt anfühle.

Für den Tester der PC Action erinnerte die Umgebung teilweise an Pappmaché-Kulissen alter Godzilla-Filme. Die Mischung aus Ballern, dem Finden von Waffen und dem Besiegen von Endgegnern funktioniere jedoch für actionaffine Spieler im Prinzip ganz gut. Der Redakteur der Power Play fand das lineare Gameplay mangels Abwechslung jedoch auf Dauer etwas eintönig. Die Zeitschrift Video Games bezeichnete die Dreamcast-Umsetzung als technisch unterdurchschnittlich und vermisste 60 Frames pro Sekunde. Die Zeitschrift Fun Generation sah die Stärke des ansonsten nur knapp überdurchschnittlichen Dreamcast-Actionspiels vor allem im Hauptcharakter und vergab acht von zehn Punkten. Deutlich negativer wertete Maniac, wo ruckelige Optik, Zwischengegner und fehlende Langzeitmotivation kritisiert wurden.

Auch das offizielle deutschsprachige Dreamcast-Magazin kritisierte niedrige Frameraten und zudem den Mehrspielermodus. Während die Dreamcast-Version beim englischsprachigen Onlinemagazin IGN als einfach nur schlecht mit 3,2 von 10 Punkten bewertet wurde, erreichte die PC-Version stolze 8 von 10 Punkten und wurde im Fazit als qualitativ hochwertig gelobt. GameSpot hingegen bezeichnete Slave Zero im Test der Dreamcast-Version als starken Shooter und hoffte auf einen Nachfolger, der mehr Abwechslung in den Einzelspieler bringen und die Mehrspielerrunden durch die Online-Funktionalität der Dreamcast erweitern solle. Im Test der etwas niedriger bewerteten PC-Version schrieb GameSpot von einem kurzweiligen, aber nicht revolutionären Spiel, dessen Grafik und Sound überdurchschnittlich, aber nicht herausragend seien. Das Fehlen eines Mehrspielermodus wurde hierbei bemängelt.

Nachfolger

Mit Slave Zero X erschien 2024 ein Ableger des Spiels, der jedoch nicht aus der Verfolgerperspektive, sondern einer Seitenansicht gespielt wird. Das Spiel erschien für PlayStation 4, PlayStation 5, Nintendo Switch, Xbox One, Xbox Series und PC.

Quellen und Überprüfung

Angepasst von Wikipedia. Der Text gehört den Autoren des Originalartikels und ist unter einer CC BY-SA 4.0-Lizenz verfügbar. Tabellen, Vorlagen und Fußnoten entfernt; Unten finden Sie Links zur Originalversion und zum Revisionsverlauf.

Aktualisierung des Quelltextes: 2026-09-24

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