Phoenix Point ist ein rundenbasiertes Taktikspiel, das von Indie-Entwickler Snapshot Games entwickelt wurde. Es erschien am 3. Dezember 2019 für Microsoft Windows und macOS. Am 26. Januar 2021 wurde es bei dem Cloud-Gaming-Dienst Google Stadia verfügbar. Am 1. Oktober 2021 folgten Portierungen für Xbox One und PlayStation 4. Am 9. Dezember 2021 folgte eine Version mit allen DLCs für Spielekonsolen der nächsten Generation. Es entstand unter der Leitung von Julian Gollop und ist ein spiritueller Nachfolger der X-COM-Serie.
Entwicklung
Die Entwicklung von Phoenix Point wurde von Julian Gollop geleitet, der bereits für UFO: Enemy Unknown (amerikanischer Titel: X-COM: UFO Defense) federführend verantwortlich war. Der Soundtrack wurde von John Broomhall beigesteuert, der zuvor Komponist für die ersten beiden X-COM-Titel war. Jonas Kyratzes und Allen Stroud konnten als Autoren für die Hintergrundgeschichte verpflichtet werden. Das Team verwendete die Unity-Engine.
Es wurde auf der E3 2016 offiziell vorgestellt. Auf der Plattform Fig wurde 2017 ein Crowdfunding gestartet dessen Ziel nach wenigen Tagen erreicht wurde. Die Veröffentlichung wurde mehrfach verschoben. Im Dezember 2019 verließ es den Early Access.
Es erschien zunächst zeitexklusiv im Epic Games Store sowie im Microsoft Store. Exakt ein Jahr später erschien es bei Steam und GOG.com. Für den zeitexklusiven Zugang zahlte Epic Games eine Mindestabnahmemenge. Am 1. Oktober 2021 erschien es für PlayStation 4 und Xbox One. In einer Behemoth Edition erschien es auch für PlayStation 5 und Xbox Series.
In dem DLC Blood and Titanium wurde eine neue mechanisierte Fraktion eingefügt. Gleichzeitig wurde für alle Spiele das Update Leviathan eingespielt in dem verbannte Mutanten eingeführt wurden. In dem Cthulhu-Update wurden zentrale Spielelemente insbesondere der Schwierigkeitsgrad komplett überarbeitet. Mit Version 1.3 Firebird noch einmal umfassend überarbeitet, wobei der Fokus auf dem Spielfluss der Kampagne lag.
Handlung
In einer nahen Zukunft sind durch globale Erwärmung die polaren Eiskappen abgeschmolzen und ein urzeitlicher Virus namens Pandora wurde freigesetzt. Dieser verursacht Mutationen bei Lebewesen. Eine Pandemie tötet einen Großteil der Menschheit. Das weltweit operierende Phoenix-Projekt hat das Ziel, die Menschheit zu retten, und wird vom Spieler geleitet.
Spielprinzip
In einer Geoscape genannten Weltkarte läuft das Geschehen in Echtzeit ab. Die Kämpfe sind jedoch rundenbasiert. Das Spiel nutzt prozedurale Generierung um gegnerische Monstertypen zu erstellen. Ist diese im Kampf effektiv, so erscheint sie erneut, ansonsten verwirft das Spiel sie. Sowohl die Monster als auch die Soldaten im Squad des Spielers besitzen Spezialfähigkeiten. Zudem muss ein Inventar verwaltet werden. Für Aktionen besitzen die Spielfiguren begrenzte Punktzahlen, die Willenskraft genannt werden. Die eigenen Soldaten sind nach Klassen gruppiert und lassen sich durch Mutation oder Mechanisierung verbessern. Für sie gilt im Kampf stets das Risiko des Permadeaths.
Rezeption
Martin Deppe vergab für GameStar ein Prädikat in Gold und eine Auszeichnung für den hohen Umfang. Optisch und spielerisch erinnere es ihn sehr stark an XCOM 2, böte jedoch durch Trefferzonen mehr taktische Tiefe. Für Matti Sandqvist von PC Games erreiche der Indie-Titel nicht ganz die Klasse der XCOM-Reboots von Firaxis Games. Es sei schlichter inszeniert und zum Erscheinen sei die Spielbalance noch nicht ganz ausgereift. Marcel Kleffmann störte sich an den zahlreichen Programmfehlern und unnötigen Spitzen bei dem Schwierigkeitsgrad durch die dynamischen Gegner. Für ihn wirke es als sei das Spiel zu früh veröffentlicht worden. Gamereactor bemerkte, dass die Kämpfe oft nach immer gleichen Mustern ablaufen.
Rainer Sigl von der Tageszeitung Der Standard bemerkte, dass am bekannten Spielprinzip lediglich Feinjustierungen statt echter Innovationen vorgenommen wurden. Dennoch sei es nicht nur für Genre-Fans eine Empfehlung. André Linken sprach für Gameswelt von einem XCOM-Klon. Es hebe sich bloß durch ein paar nette Ideen vom Original ab resümierte Andreas Müller für heise online.
Quellen und Überprüfung
Angepasst von Wikipedia. Der Text gehört den Autoren des Originalartikels und ist unter einer CC BY-SA 4.0-Lizenz verfügbar. Tabellen, Vorlagen und Fußnoten entfernt; Unten finden Sie Links zur Originalversion und zum Revisionsverlauf.
Aktualisierung des Quelltextes: 2026-09-13