New Tales from the Borderlands ist ein Computerspiel aus dem Jahr 2022. Das interaktive Adventure von Entwickler Gearbox und Publisher 2K ist der Nachfolger von Tales from the Borderlands und damit der zweite Adventure-Ableger der Borderlands-Reihe. Es erschien für Nintendo Switch, PlayStation 4 und 5, Windows sowie Xbox One und Series X/S.
Handlung
Die Tediore Corporation startet eine Invasion auf dem Planeten Promethea. Vor diesem Hintergrund übernimmt der Spieler die Kontrolle über drei Hauptcharaktere: Die Wissenschaftlerin Anu, die gerade von ihrem Konzern Atlas gefeuert wurde, ihr chaotischer Bruder Octavio und Fran, die Betreiberin eines wenig erfolgreichen Frozen-Yogurt-Ladens. Die drei schleichen sich in eine Vault, wo sie ein Vaultmonster bezwingen und von diesem ein mysteriöses Artefakt erlangen. Auch die Tediore Corporation ist hinter diesem her. Das Artefakt ist ein grüner Kristall, der es vermag, verletzte Personen zu heilen. Anu gelingt es, ihn in ihr waffenförmiges Strahlengerät zu integrieren, um Heilstrahlen verschießen zu können. Die drei fassen nun den Plan gemeinsam ein Geschäft hochzuziehen. Dafür brauchen sie jedoch Startkapital, weshalb sie an der Fernsehsendung Sink or Swim teilnehmen.
Hier können Teilnehmer ihr Geschäftsmodell pitchen und landen in einem Haifischbecken, wenn sie den Showmaster nicht überzeugen können. Auch Anu ereilt dieses Schicksal, wird aber von Octavio und Fran gerettet und geheilt, woraufhin ihnen ein anonymer Investor das Startkapital vorstreckt. Der nachfolgende Aufbau eines funktionierenden Geschäfts erfolgt nicht ganz nach Plan: Octavio gibt das gesamte Geld zum Rückkauf von Frans Frozen-Yogurt-Laden aus, während Anu beim Beschaffen von Leichen für Versuche gefangen genommen und beinahe von der Tediore Corporation geschnappt wird. Sie kann zwar entkommen, führt aber die Tediore-Söldner zum Yogurt-Laden, wo Anu erschossen wird. Durch das Artefakt kann Anu zurückgeholt werden, doch offenbart sich, dass der Geist des Kristalls in sie gefahren ist.
Die drei begeben sich nun zusammen mit dem Auftragsmörder-Roboter Lou13 auf den Weg, um von der anonymen Investorin weitere Unterstützung zu erhalten. Dort werden sie getrennt voneinander in verschiedene Umgebungen gebracht, die ihren jeweiligen Wunschvorstellungen entsprechen. Jedoch entpuppt sich das Ganze als Falle: Die geheime Investorin war Susan Coldwell, CEO der Tediore Corporation, und die Helden werden gefangen genommen. Octavio gelingt es, sich und seine Freunde zu befreien. Von da an ist es ihr Ziel, Susan Coldwells Plan zu vereiteln. Diese hat einen weiteren roten Kristall von zerstörerischer Natur. Gemeinsam sollen die beiden Kristalle eine Art Superwaffe ergeben.
Spielprinzip
Serientypisch ist New Tales from the Borderlands in einer cartoonigen Cel-Shading-Optik gehalten. Der Großteil des Spiels verläuft wie ein interaktiver Film, bei dem der Spieler gelegentlich Dialogoptionen auswählen kann. Zwischendurch gibt es auch Quick-Time-Events und einzelne Abschnitte, in denen der Spieler sich innerhalb eines kleinen Areals bewegen kann, um ein Rätsel zu lösen. Dabei kann In-Game-Währung gesammelt werden, die in Skins für die drei Charaktere eingetauscht werden kann. Zudem können im Spielverlauf mehrere sogenannte Vaultlander-Figuren gesammelt werden, die in Kämpfen eingesetzt werden können.
Das Spiel ist in fünf Episoden unterteilt, wobei diese gemeinsam veröffentlicht und nicht einzeln verkauft wurden.
Entwicklung
New Tales from the Borderlands wurde während der Opening Night Live der Gamescom im August 2022 offiziell angekündigt. Es erschien bereits kurz darauf am 21. Oktober 2022 für PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S und Nintendo Switch.
Rezeption
Das Spiel erhielt laut Metacritic gemischte beziehungsweise durchschnittliche Wertungen, wobei die PC-Version etwas besser abschnitt als die Fassungen für Konsolen. Laut GameStar sei das Spiel deutlich schwächer als der Vorgänger von Telltale. Positiver äußerte sich der Tester von PC Games: Zwar setze das Spiel keine neuen Maßstäbe und sei nicht in allen Punkten perfekt, jedoch überzeugten ihn vor allem das schräge Universum und die in seinen Augen gut geschriebenen Charaktere.
Im Fazit von Maniac.de zur Konsolenfassung wurde die technische Umsetzung als ordentlich bezeichnet, der Humor überschreite aber oft die Schmerzgrenze. Die Nintendo-Website ntower kritisierte im Test der Switch-Fassung technische Mängel. Das englischsprachige Onlinemagazin GameSpot empfand das Vaultlander-Minispiel als zu simpel, lobte aber die Handlung, die sich lediglich im Mittelteil etwas ziehe. Bei Polygon wurde kritisiert, dass die Charaktere zwar interessant, aber nicht detailliert genug ausgearbeitet seien.
Quellen und Überprüfung
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Aktualisierung des Quelltextes: 2026-07-19