WarioWare: Touched! (jap.: さわる メイドインワリオ, Hepburn: Sawaru Meido in Wario, Touching: Made in Wario) ist ein Computerspiel der WarioWare-Spieleserie, das von Nintendo SPD und Intelligent Systems entwickelt und von Nintendo erstmals am 2. Dezember 2004 für den Nintendo DS veröffentlicht wurde.
Neuveröffentlichungen folgten 2015 für die Virtual Console der Wii U und 2016 unter dem Namen WarioWare: Touched! DL zeitlich begrenzt für My-Nintendo-Mitglieder als DSiWare exklusiv für Nintendo 3DS.
Zentrales Spielelement sind extrem kurze Minispiele, sogenannte Microgames, die jeweils nur wenige Sekunden dauern und in schneller Abfolge gespielt werden. Die Steuerung beschränkt sich dabei auf das Nutzen des Touchscreens und in ausgewählten Microgame-Segmenten auf das eingebaute Mikrofon. Die Kombination aus einfacher Steuerung, ständigen Überraschungen und wachsenden Tempoverschärfungen definiert das charakteristische Spielgefühl der Reihe, zu der auch die stark unterschiedliche Präsentation des Spiels, teils auch mit bewusst übertrieben simpler Darstellung sowie oft absurdem japanischen Humor zählt. Präsentiert werden die Microgames von Wario und einer Vielzahl weiterer Charaktere, die jeweils eigene thematische Spielsammlungen anbieten.
Es ist der vierte reguläre Teil der Serie, der Nachfolger von WarioWare: Twisted! (2004) und der Vorgänger von WarioWare: Smooth Moves (2006).
Handlung
Als Wario auf der Straße laufend stolpert, fallen sein Game Boy Advance und sein Game Boy Advance SP in einen offenen Gully. Aus diesem Gully steigt ein Engel empor, der Wario fragt, ob dies seine Geräte seien oder ob ihm der Nintendo DS gehöre. Wario verprügelt den Engel, um alle drei Nintendo-Handhelds an sich zu reißen, doch wie er mit dem Nintendo DS und seinem Touchscreen spielen kann, wird ihm erst bewusst, als ihm nach einem kleinen Wutanfall der Stylus in die Hände fällt. Sofort will Wario das neue System vermarkten, da er sich erhofft, bei zwei Bildschirmen den doppelten Preis verlangen zu können.
Nach Abschluss jedes Segments der Charaktere läuft am Ende eine Werbung mit Warios Spiel, genannt WarioWare: Touched!, im Fernsehen und verkauft sich laut dem Reporter auch hervorragend. Wario fällt erneut in den Gully und wird vom Engel mit einem Schlag bestraft.
Gameplay
In WarioWare: Touched! spielt man Sammlungen extrem kurzer Minispiele, den sogenannten Microgames mit Fokus auf Reflexe und spontane Reaktionen, die in schneller Folge ablaufen. Zu Beginn jedes Microgames wird dem Spieler ein kurzes Hinweiswort oder eine einfache Anweisung eingeblendet, das bzw. die den Zweck des nächsten Spiels umreißt. Dann hat man nur wenige Sekunden Zeit, die Aufgabe zu verstehen und korrekt umzusetzen. Jedes Microgame dauert in der Regel nur wenige Sekunden und fordert den Spieler auf, eine sehr einfache Aufgabe zu erfüllen, bevor die Zeit abläuft oder das nächste Microgame beginnt. Die Steuerung ist bewusst einfach gehalten und nutzt bei diesem Titel konsequent den Touchscreen sowie das Mikrofon des Nintendo DS: Die Microgames werden primär durch Tippen, Streichen oder Zeichnen mit dem Stylus gelöst, während in speziellen Momenten auch das Hineinblasen in das Mikrofon als Interaktionsmöglichkeit dient.
Ein Durchlauf durch eine Stage besteht aus einer Reihe dieser Microgames, die nacheinander ohne Unterbrechung erscheinen. Beim Absolvieren eines Microgames erhält der Spieler einen Punkt, woraufhin sofort das nächste Microgame beginnt, oft mit wachsendem Tempo. Scheitert der Spieler, also endet ein Microgame durch falsche Eingabe oder Zeitüberschreitung, verliert er eines seiner vier Leben (repräsentiert durch Lebensanzeigen, z. B. Symbol-Balken). Sobald alle vier Leben verloren sind, endet die aktuelle Stage und muss wiederholt werden. Am Ende einer Serie von Microgames innerhalb einer Stage steht stets mit einem Boss-Microgame ein längeres, gegenüber den vorherigen Spielen komplexeres Einzelspiel, dessen erfolgreiche Bewältigung die Stage abschließt und das nächste Kapitel im Spielverlauf freischaltet.
Während des Boss-Microgames steht die Zeit nicht im gleichen Maße gegen den Spieler wie bei den normalen Microgames, sondern der Fokus liegt hier auf einer klaren, oft etwas anspruchsvolleren Aufgabe. Im Storymodus endet die Stage nach dem Boss-Microgame, bei wiederholtem Spielen stellt das erfolgreiche Absolvieren eines Boss-Microgames eines der vier Leben wieder her und die Stage wiederholt sich mit immer schwereren und schnelleren Varianten, bis der Spieler alle Leben verloren hat und seine Endpunktzahl, welche der Anzahl der Microgames in diesem Durchlauf entspricht, angezeigt wird.
Die Microgames selbst sind stark thematisch und visuell voneinander verschieden: Sie reichen von simplen Tätigkeiten wie dem Treffen eines Baseballs oder dem schnellen Reagieren auf ein Bild, bis hin zu surrealen und witzigen Aufgaben wie dem Einführen eines Fingers in eine Nase oder anderen bizarren Mini-Challenges, die mit knappen Zeitfenstern und intuitiven Interaktionen spielen. Durch diese absurde Vielfalt wird das Tempo und der Überraschungseffekt stets hoch gehalten. WarioWare: Touched! strukturiert diese Sammlung in mehrere thematische Stages, die von Wario und seinen Freunden präsentiert werden. Jeder Charakter hat dabei eine eigene Serie von Microgames mit einer erkennbaren visuellen oder konzeptionellen Ausrichtung. Neben dem Hauptmodus können nach und nach zusätzliche Inhalte freigeschaltet werden.
„Touch-Training“: Als Wario übermäßig viel Schokolade isst, bekommt er Zahnschmerzen und fährt mit seinem Motorrad sofort zum Zahnarzt Dr. Auer, der Wario von seinen Schmerzen erlösen kann. Warios Microgames in dieser ersten Stage funktionieren alle ausschließlich mit einfachem Antippen auf dem Touchscreen, um beispielsweise die Bakterien auf Warios Zähnen zu entfernen, Ballons zu zerstechen oder Luftpolsterfolie zu zerdrücken. Im Boss-Microgame müssen mehrere Fliegen durch Antippen getroffen werden, ohne zu oft daneben zu tippen. Zum Abschluss seiner Story kauft Wario entgegen dem Rat seines Zahnarztes sofort zehn Torten im Laden „Süße Sachen“, bekommt beim Essen augenblicklich erneut Zahnschmerzen und landet wieder bei Dr. Auer auf dem Behandlungsstuhl.
„Kleine Kratzer“: Mona hat eine Gesangskarriere gestartet und ihr Song steigt direkt auf Platz 1 der Charts ein, sehr zum Missfallen der bisherigen Spitzenreiterin Vanessa, die dadurch auf den zweiten Platz abrutscht. Als Vanessa im Fernsehen erfährt, dass Mona heute einen Auftritt in der „Tanz-Bar“ hat, lauert Vanessa mit ihren Handlangern vor Monas Pizzeria auf, um Mona auf ihrem Motorroller behindern. Monas Microgames funktionieren alle ausschließlich durch Streichbewegungen mit dem Stylus auf dem Touchscreen, um beispielsweise eine Gitarre zu spielen, Obst zu zerschneiden oder eine Klopapierrolle komplett abzurollen. Im Boss-Microgame muss man mit drei Kugeln alle zehn Pins beim Bowling abräumen. Zum Abschluss ihrer Story kommt Mona sicher an der „Tanz-Bar“ an und singt ihren Song, letztlich sogar mit Vanessa zusammen auf der Bühne.
„Rock 'n' Rubbel“: Ein selbstverliebter Tänzer mit großen, blauen Afrolook und starkem Bezug zur Disco- und Popkultur sowie Stammkunde der „Disco Zucker“ in Diamant City. Diesmal ist er mit seinen Familienmitgliedern Papa T., Mama T., Jamie T. und James T. auf der Tanzfläche. Jimmys Microgames funktionieren alle ausschließlich durch Rubbelbewegungen mit dem Stylus auf dem Touchscreen, um beispielsweise ein Rubbellos freizurubbeln, eine Tafel mit einem Schwamm zu wischen oder einen Hund zu streicheln. Im Boss-Microgame muss man so lange den Regenbogen rubbeln, bis ein laufender Eimer darunter komplett mit den bunten Partikeln des Regenbogens gefüllt ist. Zum Abschluss seiner Story verlässt Jimmy T. mit seiner Familie „Disco Zucker“ zu später Stunde.
„Jamies Mix“: Jimmys Schwester Jamie T. mit rötlichem Afrolook in der „Disco Zucker“. Die vorherigen Microgames von Wario, Mona und Jimmy T. können alle vorkommen und sind in dieser Kampagne zusammengemischt. Das Boss-Microgame ist jenes von Warios Kampagne, es müssen mehrere Fliegen durch Antippen getroffen werden, ohne zu oft daneben zu tippen.
„Nerven-Kritzel“: Zwei junge Ninja-Schülerinnen. Ein Affe hat ihre Bananen gestohlen und die beiden nehmen die Verfolgung auf. Kats und Anas Microgames bestehen ausschließlich aus Malen und Kritzeln auf dem Touchscreen, ohne abzusetzen, beispielsweise um auf einen Notizzettel zu kritzeln, Trennlinien zu zeichnen oder Ketchup auf Pommes zu verteilen. Im Boss-Microgame muss eine kleine runde Kreatur mit immer neuen Linien in der Luft gehalten werden. Zum Abschluss der Story nehmen Kat und Ana den Affen als Haustier auf.
„Zieh-Zauber“: Der erste Auftritt der jungen Hexe Ashley und ihrem kleinen Teufelchen Red. Als die beiden mit dem Alien Orbulon zusammenrempeln, nimmt Red die Verfolgung auf. Ashleys Microgames bestehen ausschließlich aus Ziehen von Objekten durch Streichbewegungen auf den Touchscreen von einem Punkt zu einem anderen, wie beispielsweise Münzen in einen Geldbeutel zu führen, Tiere in ein Gehege einzupferchen oder mit einem brennenden Streichholz die Kerzen eines Geburtstagskuchens anzuzünden. Im Boss-Microgame bewegt man die Erde im Weltall und weicht wie bei einem Shoot ’em up Geschossen und Gefahren im Weltall aus.
„Absolut Abgedreht“: Ein exzentrischer Wissenschaftler und Erfinder. Mit seiner neuen Erfindung repariert oder verbessert er Dinge und probiert diese direkt mehrfach aus. Dr. Crygors Microgames bestehen ausschließlich aus Drehbewegungen des Stylus auf dem Touchscreen, wie beispielsweise das Drehen eines Rades, Lenkrades, Schneeballs, Angel oder dem Sportathleten beim Kugelstoßen am Seil. Im Boss-Microgame steuert man mit dem Lenkrad einer Fernbedienung ein Funk-Spielzeugauto durch einen Hindernisparcours.
„James' Mix“: Jimmys Bruder James T. mit orangefarbenem Afrolook in der „Disco Zucker“. Die vorherigen Microgames von Ashley, Dr. Crygor, Kat und Ana können alle vorkommen und sind in dieser Kampagne zusammengemischt. Das Boss-Microgame ist jenes von Kat und Anas Kampagne, es muss eine kleine runde Kreatur mit immer neuen Linien in der Luft gehalten werden.
„Puste-Party“: Der erste Auftritt von Dr. Crygors Karaoke-Roboter Mike. Dieser säubert zunächst Dr. Crygors Labor, veranstaltet dann aber einen intergalaktischen Karaoke-Wettbewerb mit Aliens. Mikes Microgames bestehen ausschließlich aus dem Pusten in das Mikrofon des Nintendo DS, um in den Microgames beispielsweise einen Ballon aufzublasen, ein Windrad zum Drehen zu bringen oder mit einem Strohhalm ein Wasserglas blubbern zu lassen. Im Boss-Microgame steuert man durch Pusten ein Pappus über das Meer und weicht Hindernissen aus. Zum Abschluss der Story holt Dr. Crygor Mike mit dem Taxi von Dribble und Spitz von den Aliens ab und bringt ihn wieder zurück auf die Erde, wo die beiden in einem Karaoke-Wettbewerb gegeneinander antreten.
„Retro-Action“: Ein begeisterter Videospiel-Fan und -sammler mit seinem Freund 18-Volt. In der Story kauft 9-Volt das neue, fiktive Videospiel „36-Volt Man“ für den Nintendo GameCube im Spielwarenladen „Toy Express“ und eilt mit 18-Volt nach Hause, um das Spiel sofort auszuprobieren. Seine Microgames sind Hommagen an klassische, bekannte Nintendo-Spiele wie Super Mario Bros., The Legend of Zelda, Metroid, Punch-Out!!, Duck Hunt und sogar WarioWare, Inc.: Minigame Mania, aber auch an exotischere Nintendo-Spiele wie für den Game & Watch. Steuerungstechnisch kann dies von Antippen, Streicheln, Kritzeln oder Drehen alle vorherigen Steuerungsarten entsprechen.
Das Boss-Microgame stellt den Modus „Trick Shoot“ aus dem Spiel Hogan's Alley für das Famicom bzw. dem Nintendo Entertainment System (1984 in Japan, 1985 in Nordamerika, 1987 in Europa) dar, in dem man mit dem NES Zapper Dosen abschießen und damit in der Luft halten musste, bis sie am linken Bildschirmrand ankommen. In WarioWare: Touched! müssen die Dosen durch Antippen auf dem Touchscreen getroffen werden und es erscheinen neue, zusätzliche große Blechfässer, die mehrfach abgeschossen werden müssen. Zum Abschluss der Story haben 9-Volt und 18-Volt die ganze Nacht Videospiele gespielt und kommen am nächsten Morgen zu spät zur Schule.
„Super Null“: Wario hat Fieber und isst einen sogenannten „Ekel Knoblauch“, um sich daraufhin zu Wario-Man zu verwandeln. Die letzte Storykampagne enthält die unterschiedlichsten Microgames, teils neue, teils vorherige Microgames mit höherem Schwierigkeitsgrad, aber alle mit Wario in prominenter Hauptrolle. Im Boss-Microgame leitet man einen Wario als Forscher durch eine riesige Nase, ergattert den Schatz am Ende des Weges und wird schließlich herausgenießt. Zum Abschluss der Story will Wario-Man seine Kraft beweisen, um einen fahrenden Zug mit bloßen Händen zu stoppen, wird jedoch beim Versuch vom Zug umgefahren.
Weitere Modi
Mit fortschreitendem Spielfortschritt schalten sich stets weitere, kleine Spielmodi frei, die nachfolgend aufgeführt sind.
Monster-Megamix (Rosa Bär): Microgames aus allen Kampagnen können auftreten, jedoch erhält man keine Extraleben.
Hardcore-Mix (Weißer Bär): Nur Microgames auf höchstem Schwierigkeitsgrad, werden zwar nicht schneller, aber man hat nur ein einziges Leben und erhält auch keine hinzu.
Ultra-Mix (Gelber Bär): Nur auf maximaler Schnelligkeitsstufe, aber auf niedrigstem Schwierigkeitsgrad, jedoch erhält man keine Extraleben.
Schneemann: Man rollt eine Schneekugel durch den Schnee, sodass die Kugel immer größer und schließlich zu einem Schneemann wird.
Air Toss 2000: Man pustet in eine Spielzeugpfeife und hält damit eine Kugel in der Luft.
Projektor: Eine Diashow eines roten Kettenhundes bewegt sich, wenn man die Filmrollen dreht.
Pet Parrot: Ein Papagei wiederholt Worte, die ins Mikrofon des Nintendo DS gesprochen werden.
Wario Paint: Artwork der Gesichter der Spielcharaktere lassen sich beliebig ausmalen, vergleichbar mit Mario Paint.
Pong Ping: Mit entsprechend gehaltenem Nintendo DS wird eine Tischtennis-Variante gespielt, bei dem ein Spieler die L-Taste und der Gegenspieler die R-Taste zum Schlagen verwenden soll.
Kitchen Timer: Ein digitaler Kurzzeitwecker, mit dem eine Zeit eingestellt werden kann, die dann sekundengenau heruntergezählt wird.
Windspiel: Ein einfaches Windspiel, welches erklingt, wenn man ins Mikrofon pustet.
Orbit Ball: Eine Endlos-Variante des Boss-Microgame von Kat und Ana, in dem man eine kleine runde Kreatur mit immer neuen Linien in der Luft halten soll.
Bubble Blast: Mit Pusten ins Mikrofon erscheinen Seifenblasen auf dem Bildschirm.
Juggle Boy: Man hilft einer Figur beim Jonglieren durch das Tippen auf seine Hände.
Air Dude: Ein Segelflugzeug soll durch permanentes Pusten ins Mikrofon so lange wie möglich in der Luft gehalten werden.
Pustekuchen: Kleine blaue und rosa Bakterien verstreuen und sammeln durch je nach Pusten ins Mikrofon.
Oma-Simulator: Eine alte Frau fordert den Spieler dazu auf, ins Mikrofon zu seufzen.
Entwicklung und Veröffentlichung
Während der Entwicklung an WarioWare: Twisted! für den Game Boy Advance wurde das Entwicklerteam halbiert, sodass eine Team-Hälfte weiter an WarioWare: Twisted! und die andere an einem Nachfolger für den Nintendo DS arbeiten konnte. WarioWare: Touched! wurde so bei der ersten öffentlichen Demonstration des Nintendo DS erstmals mit einer kurzen Demo vorgestellt. Es erschien am 2. Dezember 2004 als ein Launch-Titel des Nintendo DS in Japan, gefolgt vom nordamerikanischen Release am 14. Februar 2005 Monate nach dem DS-Launch dort, in Australien am 24. Februar 2005 und in Europa am 11. März 2005 war das Spiel wieder auch ein Launch-Titel.
Neuveröffentlichungen folgten 2015 für die Virtual Console der Wii U und 2016 unter dem Namen WarioWare: Touched! DL zeitlich begrenzt für My-Nintendo-Mitglieder als DSiWare exklusiv für Nintendo 3DS.
Rezeption
WarioWare: Touched! wurde von der Fachpresse überwiegend positiv aufgenommen und für seine kreative Nutzung der Nintendo-DS-Hardware sowie seinen charakteristischen Grafikstil gelobt. Besonders die Einbindung von Touchscreen- und Mikrofon-Mechaniken sorgte für Begeisterung: Rezensenten wie Ben Kosmina von Nintendo World Report hoben die präzise Steuerung und die durchdachte Linkshänder-Option hervor. Die Bewertung des Spielkonzepts fiel jedoch differenzierter aus. Kritiker wie Jeff Gerstmann von GameSpot bemängelten, dass der Titel zu stark auf den Touchscreen vertraue und viele Mikrospiele sich in ihrer Ausführung zu sehr ähnelten. Zudem wurde häufig die im Vergleich zu Vorgängern geringere Spieldauer und der limitierte Wiederspielwert kritisiert.
Während die ursprüngliche Umsetzung für den DS gefeiert wurde, merkten spätere Retrospektiven, etwa anlässlich der Wii-U-Veröffentlichung an, dass die Steuerung per Stylus im Vergleich zu modernen kapazitiven Touchscreens teils gealtert und weniger reaktionsschnell wirkt. Dennoch blieb der Titel insgesamt als ein origineller, wenn auch in der Tiefe begrenzter, Beitrag zur WarioWare-Reihe in Erinnerung.
Auch aus kommerzieller Sicht war das Spiel ein Erfolg. WarioWare: Touched! verkaufte sich allein auf dem Nintendo DS 2,47 Millionen Mal und belegt damit Platz 38 der meistverkauften Spiele auf dem Nintendo DS.
Quellen und Überprüfung
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Aktualisierung des Quelltextes: 2026-08-11