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Chemicus

Chemicus ist ein vom Berliner Studio bvm entwickeltes und beim Heureka-Klett-Softwareverlag erschienenes Computerspiel aus dem Jahr 2001. Es gehört zum Genre Point-and-Click-Adventure und ist ein digitales Lernspiel, welches Wissen im Bereich der Chemie vermitteln soll. Eine Fortsetzung mit dem Titel Chemicus II – Die versunkene Stadt wurde 2002 veröffentlicht.

Handlung

Auf der Suche nach einem entführten Freund begibt sich der Spieler in die Welt der Chemie. Durch ein Portal gelangt er in die Stadt des Wissens und macht sich auf zum goldenen Turm des Wissens, in dem der Freund gefangen gehalten wird.

Spielablauf

Der Spieler bewegt sich mittels Maus durch die verschiedenen Szenen der Spielwelt. Dabei muss er verschiedene Rätsel lösen und Gegenstände sammeln, um voranzukommen. Ein umfangreicher Lernteil dient dabei als Hilfestellung und vermittelt Wissen über verschiedene Themengebiete der Chemie (5. bis 10. Klasse). Die Spielwelt wurde auf dem Lernstoff aufgebaut: Dem Grundriss der Stadt liegt das Periodensystem der Elemente zugrunde. Einzelne Spielorte sind mittels einer U-Bahn verbunden und haben thematisch einen Schwerpunkt, der einem der chemischen Elemente zugeordnet ist.

Entwicklung

Die beiden Chemicus-Spiele sind die einzigen Heureka-Lernadventures, die extern, in diesem Fall vom Berliner Entwicklungsstudio bvm, produziert wurden. Zu Beginn der einjährigen Entwicklungsphase wurde die Grundidee der Handlung aus vier verschiedenen Entwürfen ausgewählt.

Die gezeigten fotorealistischen Szenen wurden zunächst skizziert und anschließend mit 3D Studio MAX am Computer modelliert.

Damit die Gesichtszüge der Charaktere möglichst natürlich aussehen, wurde als Textur einer Figur das Gemälde Selbstbildnis im Pelzrock von Albrecht Dürer als Vorbild verwendet.

Für das Rendern der Grafiken benötigte die eingesetzte Renderfarm aus sechs PCs fast einen Monat.

Veröffentlichung

Chemicus erschien in der ersten Auflage mit dem Untertitel „… und Chemie wird zum Abenteuer“ für Mac und PC. 2002 wurde eine englische Fassung mit dem Untertitel Journey to the Other Side in den Vereinigten Staaten veröffentlicht. 2004 erschien eine Jubiläumsausgabe. 2005 verkaufte Heureka-Klett die Rechte am Spiel an den Publisher Braingame, der 2004 aus der Umbenennung von Ruske & Pühretmaier hervorgegangen war. Dort erschien 2006 eine technisch aktualisierte Neuauflage des Spiels in der Reihe Heureka Classics.

Synchronisation

Rezeption

Der Herausgeber des Kinder-Software-Ratgebers, Thomas Feibel, vergibt in seinem Testbericht die Höchstwertung von 6 Mäusen und urteilt, Chemicus sei eine „perfekte Kombination aus Lerninhalt und Spiel“.

Peter Müller von der Macwelt kritisiert das Spiel aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades. Es komme das Gefühl auf, „in der Schönheit der Bilder unterzugehen und Weg und Ziel aus den Augen zu verlieren“. Zusammenfassend resümiert er, das Spiel lasse sich nur „unstillbar Wissbegierigen mit viel Zeit und Ausdauer beim Tüfteln“ empfehlen.

Bei Adventure Gamers vergibt Tom King 3 von 5 Sterne und schreibt, Chemicus böte eine sehr angenehme, Myst-ähnliche Atmosphäre: Wunderschön surreale, vorgerenderte Hintergründe, unzählige unbewohnte Orte und viele Rätsel rund um das Thema Chemie. Die Soundeffekte seien exzellent und hervorragend umgesetzt und auch die Musik passe perfekt zur Spielwelt. Das Spiel sei eine großartige Art und Weise, um potenziell trockene Inhalte unterhaltsam zu gestalten, es hätte jedoch noch viel intensiver sein können, wenn der Fokus gleichermaßen auf dem Abenteueraspekt gelegen hätte.

Allen Rausch vom Magazin GameSpy bewertete Chemicus mit 1 von 5 Sternen. Trotz der schönen Grafik und einiger „hervorragender Rätsel“ böte das Spiel nicht genug Informationen, um die Rätsel zu lösen.

Preise und Auszeichnungen

Quellen und Überprüfung

Angepasst von Wikipedia. Der Text gehört den Autoren des Originalartikels und ist unter einer CC BY-SA 4.0-Lizenz verfügbar. Tabellen, Vorlagen und Fußnoten entfernt; Unten finden Sie Links zur Originalversion und zum Revisionsverlauf.

Aktualisierung des Quelltextes: 2026-08-03

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