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Rape Day

Rape Day ist eine Visual Novel des britischen Entwicklers Desk Plant, die das Spiel am 9. März 2019 veröffentlichten.

Das Spiel geriet aufgrund seiner Handlung – der Spieler steuert einen Serienkiller während einer Zombieapokalypse und hat die Möglichkeit zu entscheiden, ob der Hauptcharakter weibliche Non-Player-Charaktere vergewaltigt – in die Kritik. So wurde das Spiel kurz nach der Veröffentlichung von der Spieleplattform Steam entfernt, nachdem das Unternehmen massiver Kritik ausgesetzt war. In Deutschland wurde das Spiel per Eilantrag durch die BPjM indiziert.

Entwicklung und Veröffentlichung

Das Spiel wurde laut des Entwicklers für einen Nischenmarkt entwickelt und sollte nur in Regionen veröffentlicht werden, in denen derartige Themen legal sind. Der Entwickler erklärte in einer Mitteilung, dass er ein Spiel machen wollte, „das ihn unterhalte“ und dass es andere Spieler geben könne, „denen das Spiel gefallen könnte.“ Das Spiel sollte eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten. Bei Steam ist es seit Juni des Jahres 2018 für Entwickler möglich, gegen eine Gebühr von 100 US-Dollar ein Spiel zu veröffentlichen, ohne dass dieses von der Plattform auf dessen Inhalte geprüft wird.

Gameplay

Bei Rape Day handelt es sich um eine Visual Novel, bei der der Spieler einen Serienkiller steuert. Das Spieleszenario stellt eine post-apokalyptische Handlung dar, in der die Welt von Zombies heimgesucht wird. Der Spieler muss gegen diese Zombies um das Überleben kämpfen und trifft im Laufe der Geschichte auf diverse weibliche Charaktere. Der Spieler hat die Handlungsfreiheit, seinen gesteuerten Charakter mit diesen Charakteren interagieren zu lassen.

Kontroverse

Bereits kurz nach der Veröffentlichung des Spiels auf der Computerspiel-Plattform Steam stieß es auf massive Kritik aus aller Welt. So gab es in den sozialen Netzwerken wie Twitter und auf Steam selbst zahlreiche Aufforderungen, das Spiel zu stoppen. Weltweit wurden Online-Petitionen gestartet, die an Bezahldienste wie Visa, Mastercard und PayPal gerichtet sind, das Spiel zu verbannen.

Das Spiel wurde eine Woche nach Veröffentlichung von Steam entfernt. Auch auf Humble Bundle wurde Rape Day kurze Zeit nach dessen Herausgabe gebannt. In Deutschland wurde Rape Day in einem Eilverfahren von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert, während in Österreich aufgrund diverser Hindernisse kein Verbot des Spiels zustande kam. Laut Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien sei das Spiel nicht nur jugendgefährdend, sondern erfülle wegen seiner Darstellung von Vergewaltigungen und Sexualmorden den Straftatbestand der Gewaltpornografie nach §184a Strafgesetzbuch, weswegen eine Verbreitung des Spiels innerhalb Deutschland unter Strafe gestellt wird. Die britische Abgeordnete Hannah Bardell hat eine Anfrage gestellt, das Spiel kurz nach der Entfernung von der Plattform Steam von der Regierung überprüfen zu lassen. Auch in Südafrika wurden Forderungen nach einem Verbot des Spiels laut.

Im Zuge dieser Kontroverse beschäftigten sich Deutschlandfunk Kultur, Netzpolitik.org und Neues Deutschland mit der Radikalisierung in der Gaming-Szene, wobei Netzpolitik und Neues Deutschland dies auf eine politische Ebene übertrugen.

Jake Roberts, der Spiele-Entwickler, startete eine Gegenpetition, in der er von einem „drakonischen Moralismus“ einer „lautstarken Minderheit“ spricht. Auf der inzwischen nicht mehr zugänglichen Internetseite des Spiels gab der Entwickler ein Statement zu dem Verbot des Spiels ab

Quellen und Überprüfung

Angepasst von Wikipedia. Der Text gehört den Autoren des Originalartikels und ist unter einer CC BY-SA 4.0-Lizenz verfügbar. Tabellen, Vorlagen und Fußnoten entfernt; Unten finden Sie Links zur Originalversion und zum Revisionsverlauf.

Aktualisierung des Quelltextes: 2026-04-09

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