Dead Space ist ein Third-Person-Shooter aus dem Survival-Horror-Genre, der in einem Science-Fiction-Szenario spielt und von EA Redwood Shores für Windows, PlayStation 3 und Xbox 360 entwickelt wurde. Der Spieler übernimmt dabei die Rolle des Schiffs- beziehungsweise Kommunikationsingenieurs Isaac Clarke, der als Teil einer Reparaturcrew auf dem Bergbauraumschiff USG Ishimura strandete und sich mit deformierten Kreaturen, den sogenannten Nekromorphs konfrontiert sehen. Das Spiel war der Grundstein für das Franchise Dead Space. Mit Dead Space: Extraction erschien ein Ableger für Wii und mit Dead Space 2 ein direkter Nachfolger sowie mit Dead Space (2023) ein Remake.
Entwicklung
Electronic Arts kündigte Dead Space das erste Mal im September 2007 an. Für die Entwicklung waren die EA-Redwood-Shores-Studios in Kalifornien verantwortlich, wo zuvor auch Der Pate (2006) und Die Simpsons – Das Spiel (2007) entstanden. Ziel war es, ein Videospiel zu entwickeln, das sich durch seine detaillierte Grafik und die futuristische Umgebung abheben sollte.
Die Trailer des Spiels haben vor allem durch den Soundtrack und die Grafik für Aufregung gesorgt. Anders als bei den meisten anderen Spielen des Shooter-Genres, muss man die Gegner nicht einfach nur erschießen, sondern vielmehr gezielt Körperteile abtrennen, um diese außer Gefecht zu setzen. Dieses Feature macht das Spiel zu einem der frühen Survival-Horror-Spiele, in dem Science Fiction mit Body Horror gemischt wird.
Marketing
Limited Edition
EA hat eine auf 1000 Stück limitierte Edition des Spiels veröffentlicht. Das Paket besteht aus dem Spiel selbst, dem animierten Film Dead Space: Downfall, einer Bonus-DVD, einem Artbook, einer Lithografie und dem Dead-Space-Comic. Inzwischen ist der Film auch separat auf DVD und Blu-Ray erhältlich. Kunden, die das Spiel während der ersten zwei Wochen gekauft haben, hatten außerdem die Möglichkeit, zwei weitere Suits online herunterzuladen: Den „Obsidian Suit“ für die PlayStation 3 und den „Elite Suit“ für die Xbox 360.
Website No Known Survivors
Am 22. August 2008 wurde die Website No Known Survivors gestartet, welche dem geneigten Besucher eine Möglichkeit bot, die Welt von Dead Space zu entdecken. Die Seite behandelt zwei Geschichten, die jeweils in vier Kapitel unterteilt sind. Diese Kapitel bestehen aus 3D-Animationen, Stimmaufnahmen, Original-Videos und vielen anderen interaktiven Komponenten. Die Seite ist weniger wie ein typisches Echtzeitspiel, sondern mehr wie ein Abenteuerspiel für den PC aufgebaut.
Startend am 25. August 2008 und endend in der Woche, in der das PC-Spiel veröffentlicht wurde, wurde jeden Montag ein neues Necromorph-Teil aktiviert, das dem Besucher erlaubte, die Story auf No Known Survivors weiter zu verfolgen. Nachdem das „Hauptspiel“ veröffentlicht worden war, gewannen 19 Spieler den dritten Preis: eine Kopie des Spiels auf einer Plattform ihrer Wahl. Neun Zweitplatzierte gewannen die limitierte Sammler-Edition des Spiels und ein Hauptgewinner gewann die limitierte Sammler-Edition und ein lebensgroßes Replikat von Isaacs Level-Drei-Arbeitshelm.
Animationen
In den Animated Issues, die von EA in regelmäßigen Abständen vor dem Erscheinen des Spiels veröffentlicht wurden, erfährt man mehr über Temple und Cross, da sich die Issues hauptsächlich um ihre Erlebnisse drehen. Mehr über das Paar erfährt man auch im Anime-Prequel Dead Space: Downfall, das zeitgleich mit dem Spiel auf DVD und Blu-Ray erschien.
Spielprinzip
Der Spieler schlüpft in die Rolle des Kommunikationsingenieurs Isaac Clarke, welcher auf dem Bergbauraumschiff USG Ishimura strandet und herausfinden muss, was mit der verschwundenen Besatzung passiert ist. Von Beginn an findet sich der Spieler in einer futuristischen Welt wieder. Die Handlung wird dabei weitestgehend durch Audio- und Video-Logbücher der vermissten Besatzungsmitglieder erklärt, die der Spieler im Spielverlauf findet.
Weiterhin muss man gegen Necromorphs kämpfen, die das ganze Schiff überrannt haben. Diese sind nicht etwa durch Kopftreffer, sondern durch Abtrennen ihrer Extremitäten verwundbar.
In einzelnen Spielabschnitten muss sich der Spieler auch durch die Schwerelosigkeit oder ein Vakuum bewegen, um Missionsziele zu erfüllen.
Dead Space beinhaltet außerdem RPG-Elemente. So hat der Spieler die Möglichkeit, an Automaten Ausrüstungen zu kaufen und Gegenstände oder Eigenschaften zu optimieren. Das Speichern erfolgt manuell an Speicherstationen.
Handlung
Die Handlung des Spiels findet im Jahr 2508 statt. Während des Abbaus von wertvollen Rohstoffen auf dem entfernten Planeten Aegis 7 sendet das Bergbau-Raumschiff USG Ishimura aus unbekannten Gründen ein Notsignal an die Concordance Extraction Corporation (CEC). Die CEC schickt daraufhin den vom Spieler gesteuerten Ingenieur Isaac Clarke und sein Team an Bord des Shuttles USC Kellion zur Ishimura, um deren Kommunikationsanlagen zu reparieren, nachdem der Kontakt dorthin abgebrochen war. Als die Kellion versucht, an die Ishimura anzudocken, kommt es beim automatischen Andockvorgang zu einer Fehlfunktion und das Shuttle wird schwer beschädigt. Isaac und die anderen können jedoch sicher auf das Flugdeck der Ishimura gelangen und machen sich auf dem Weg, um die Besatzung zu finden. Schnell wird klar, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und die Ishimura sich in einem desolaten Zustand befindet.
Rezeption
4Players bemerkte, dass EA Redwood im Genre neue Standards setze. Kritisch bewertete man, dass der Psychoterror nicht an Genregrößen wie Silent Hill heranreiche. Auch verlaufe die Handlung streng linear und arbeite mit einem stummen und teilnahmslosen Protagonisten.
Bei Gamezone.de wurde die gelungene Verbindung von bekannten Sci‑Fi-Elementen mit detaillierter Grafik, guter Vertonung und realistischen Effekten gelobt. Zudem habe es Wiederspielwert. Die Steuerung sei bei der PC‑Fassung nicht ganz optimal von der Konsole portiert. PC Games hatte Schwierigkeiten, den Gewaltgrad einzuordnen: Er sei sowohl Stilmittel, Grenzüberschreitung und bediene auch bestimmte Klientels. Es sei eindeutig nicht für Kinder geeignet. Trotz guter Inszenierung setze das Spiel auch viel auf Altbekanntes.
Die Redaktion von PC Action bemerkte, dass sich der Grusel im Spielverlauf abnutze, was aber dem Spielspaß nicht weiter schade. Man lobte, dass das Spiel ungeschnitten in Deutschland veröffentlicht wurde. Es böte eine gute Sprachausgabe. Fabian Siegismund gefiel die „filmische Erzählweise“ und bezeichnete es als „großartige Erwachsenenunterhaltung“. Der Standard fühlte sich an die Alien-Filmreihe erinnert. Das Spiel böte eine morbide, dunkle Atmosphäre, wobei Konzepte von Schwerelosigkeit und Sauerstoffknappheit spielerisch gut umgesetzt wurden. Bei M! Games sah man den Abwechslungsreichtum durch gelegentliche Rätsel positiv. Die Gegner seien zwar vielgestaltig, aber viel zu häufig anzutreffen und dadurch weniger bedrohlich. Das Ende sei gelungen.
Quellen und Überprüfung
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Aktualisierung des Quelltextes: 2026-08-24