War of the Monsters ist ein Fighting-Videospiel, das von Incog Inc. Entertainment entwickelt und von Sony Computer Entertainment für die PlayStation 2 veröffentlicht wurde. Santa Monica Studio war an der Entwicklung beteiligt. Das Spiel erschien im Januar 2003 in Nordamerika und im April desselben Jahres in Europa.
Eine emulierte und hochskalierte Version wurde im Dezember 2015 für die PlayStation 4 im PlayStation Store wiederveröffentlicht. Diese kann ebenfalls auf der PlayStation 5 gespielt werden.
Das Spiel spielt in den Nachwehen einer Alien-Invasion auf der Erde, bei der die gefährlichen Treibstoffe der Außerirdischen riesige Monster hervorgebracht haben, die in städtischen Umgebungen gegeneinander kämpfen. Es ist eine Hommage an die klassischen B-Science-Fiction- und Kaiju-Filme der 1950er-Jahre.
Gameplay
In War of the Monsters schlüpfen die Spieler in die Rolle von riesigen Monstern in städtischen Umgebungen. Das Spiel ist zwar ein Fighting-Game, funktioniert aber anders als die traditionellen Kämpfe mit strukturierten Eins-gegen-eins-Runden. Stattdessen können an den Kämpfen bis zu vier Monster gleichzeitig in einem Jeder-gegen-jeden-System teilnehmen. Die Kamera befindet sich in der Third-Person-Perspektive, sodass sich der Spieler voll und ganz auf seinen eigenen Charakter konzentrieren kann.
Die Monster haben in jedem Spiel zwei Statusleisten: Gesundheit und Ausdauer. Nach der klassischen Formel von Fighting-Games sinkt die gesamte Gesundheitsleiste jedes Mal, wenn ein Monster Schaden erleidet, bis sie vollständig leer ist, was zur Niederlage des Spielers führt. Die Ausdauer bestimmt, mit wie viel Energie ein Monster angreifen kann. Die Leiste sinkt, wenn ein Monster einen anderen Gegner hochhebt oder einen Fernangriff ausführt. Wenn die Leiste voll ist, kann ein Monster Spezialangriffe ausführen. Ist sie hingegen komplett leer, kann es vorübergehend keine Standardangriffe nutzen (es kann jedoch weiterhin Gegenstände werfen und mit ihnen angreifen, was der Leiste Energie hinzufügt und einer leeren Leiste hilft, sich schneller zu erholen).
Anders als in den meisten Kampfspielen können sich die Spieler frei durch das Stadtgebiet bewegen, wodurch sie Gebäude und Klippen erklimmen oder von ihnen herabspringen können. Die Monster können die Umgebung nutzen, um ihren Gegnern Schaden zuzufügen, indem sie verschiedene Objekte aus der Stadt als Waffen einsetzen. Dazu gehören Fahrzeuge und Trümmer als Wurfgeschosse, Stahlträger und Steinsäulen als Keulen sowie Funkantennen als Speere, mit denen sie andere aufspießen und vorübergehend betäuben können. Es gibt außerdem verschiedene aufnehmbare Objekte in der Umgebung, die die Gesundheit oder Ausdauer erhöhen können. Diese erscheinen als grüne oder blaue Energiekugeln sowie als schwebende radioaktive Warnschilder. Gebäude können zerstört werden, wenn ein Monster sie direkt angreift oder gegen sie geschleudert wird. In einigen Städten können höhere Gebäude sogar zur Seite umstürzen und andere Monster unter sich begraben, wodurch diese sofort besiegt werden.
Im Abenteuermodus gibt es neben einer Reihe vorgegebener Kämpfe gegen andere Monster auch Bosskämpfe. Diese Gegner sind deutlich größer als die gewöhnlichen spielbaren Monster und erfordern spezielle Strategien, um besiegt zu werden.
Darüber hinaus können im Abenteuermodus „Token“ verdient werden, die im Shop „Freischaltungen“ ausgegeben werden können, um weitere Städte, Monster und Monster-Skins freizuschalten. Außerdem lassen sich Minispiele wie Völkerball oder Stadtzerstörung freischalten.
Multiplayer-Optionen ermöglichen zwei Spieler im Splitscreen-Modus, der sich zu einem einzigen Bildschirm zusammenfügt, sobald beide Spieler nah genug beieinander sind, um gemeinsam auf denselben Bildschirm zu passen.
Handlung
Die Handlung spielt in den 1950er-Jahren, als eine Flotte außerirdischer Untertassen-Kriegsschiffe die Erde angreift und verheerende Zerstörungen anrichtet. Den Wissenschaftlern der Nationen gelingt es jedoch, eine Reihe geheimer Waffen zu entwickeln. Nach ihrer Aktivierung setzen diese Schockwellen frei, die die fliegenden Untertassen kurzschließen und zum Absturz bringen.
Unglücklicherweise wurden die Untertassen von einer grünen radioaktiven Flüssigkeit angetrieben, die bei den Abstürzen auslief. Dadurch wurden Tiere, Menschen und sogar Roboter kontaminiert und in riesige mutierte Monster verwandelt. Dies löst einen Kampf um die Vorherrschaft zwischen den Monstern aus.
Der Spieler übernimmt die Rolle eines dieser Monster und kämpft gegen die anderen Kreaturen in fiktiven Städten rund um den Globus sowie gegen die verbliebenen UFOs. Der Story-Modus des Spiels beginnt im Midtown Park, wo ein riesiger mutierter Affe namens Congar eine Welle von Militäreinheiten besiegt. Anschließend tritt jedoch das Hauptmonster des Spiels gegen ihn an und besiegt ihn.
In Gambler’s Gulch besiegt das Hauptmonster ebenfalls das reptilienartige Biest Togera. Nach Togeras Niederlage erscheinen ein militärischer Kampfmech namens Robo-47 sowie Streitkräfte des Militärs, die das Hauptmonster angreifen, jedoch ebenfalls besiegt werden.
In einer Militärbasis im Rosedale Canyon wird das Hauptmonster von einem Schwarm verstrahlter Riesenameisen sowie dem Mega-Roboter Goliath Prime konfrontiert. Sowohl Goliath Prime als auch die Ameisen werden vollständig besiegt. In Metro City beschließt das Militär, seine neue Waffe, Mecha-Congar, an der riesigen Gottesanbeterin Preytor zu testen, die die Stadt angreift. Bevor es jedoch zum Kampf kommen kann, erscheint das Hauptmonster und besiegt beide.
Anschließend reist das Hauptmonster zum Century Airfield und besiegt die Zwillingsdrachen namens Raptros. Danach besiegt das Hauptmonster im Atomkraftwerk von Atomic Island einen Schwarm von Kineticlops, lebenden elektrischen Kreaturen, indem es eine Kernschmelze verursacht. In den daraus entstehenden Ruinen muss sich das Hauptmonster anschließend einem großen, dreiköpfigen Pflanzenwesen namens Vegon stellen.
Zwei Einheiten von Robo-47 stoppen einen Angriff von UFOs über dem malerischen Baytown und versuchen anschließend ebenfalls, das Hauptmonster zu vernichten. Beide werden jedoch abgewehrt und besiegt. Auf der pazifischen Insel Club Caldera kämpfen die Felsmonster Magmo und Agamo gegeneinander, während das Hauptmonster mitten in den Konflikt gerät. Beide werden letztlich besiegt.
Nachdem das Hauptmonster in „Tsunopolis“ zwei Roboter des Typs Ultra-V besiegt hat, wird es von einem UFO entführt, das es zurück zum Mutterschiff bringt. Dort muss das Hauptmonster drei Zorgulon abwehren, bevor es erneut entführt wird, als das Mutterschiff explodiert und das UFO zum Absturz in die nordamerikanische Stadt Capitol führt.
Dort greift der außerirdische Anführer Cerebulon in einem mehrschichtigen Tripod-Kampfanzug an. Nachdem Cerebulon besiegt wurde, beobachtet das siegreiche Hauptmonster, wie der letzte Teil von Cerebulon – eine kleine, schüchterne insektenartige Kreatur – flieht. Anschließend wird ein kurzer Film gezeigt, der die Herkunft des Monsters je nach gewähltem Charakter erklärt. Ausnahmen bilden der Drache Raptros und die außerirdische Kreatur Zorgulon, die jeweils ihr eigenes Ende haben, das mit einem siegreichen Brüllen abschließt.
Rezeption
War of the Monsters erhielt laut dem Videospiel-Review-Aggregator Metacritic „überwiegend positive Bewertungen“.
Oliver Ehrle von M!Games vergab 79 von 100 Punkten und zog das Fazit: „Da wackeln die Wände: Spektakuläre Monsterkämpfe verwandeln Städte in Trümmerfelder.“
Jens Bischoff von 4Players zog das Fazit: „Zwischendurch ist und bleibt der Krieg der Monster aber eine Mordsgaudi, der man sich immer wieder gerne hingibt, auch wenn sich der Spaß dabei auf maximal zwei menschliche Randalierer beschränkt und weder sonderlich umfang- noch abwechslungsreich ist. Wer auf Spiele wie Godzilla – Destroy All Monsters Melee oder Midways legendäre Rampage-Serie steht, kann jedenfalls bedenkenlos zugreifen.“
Christian Fußy von PC Games widmete War of the Monsters zum 20-jährigen Jubiläum eine Retrospektive und bezeichnete das Spiel als „häufig übersehene Brawler-Perle“.
Die Youtuber minimme und Casual Perspective widmeten dem Spiel eine Retrospektive.
Quellen und Überprüfung
Angepasst von Wikipedia. Der Text gehört den Autoren des Originalartikels und ist unter einer CC BY-SA 4.0-Lizenz verfügbar. Tabellen, Vorlagen und Fußnoten entfernt; Unten finden Sie Links zur Originalversion und zum Revisionsverlauf.
Aktualisierung des Quelltextes: 2026-09-18