Mirror’s Edge Catalyst ist ein Jump-’n’-Run-Computerspiel, das aus der Egoperspektive gespielt wird. Es wurde von DICE für PlayStation 4, Microsoft Windows und Xbox One entwickelt und erschien 2016 bei Electronic Arts. Es ist der Nachfolger zu Mirror’s Edge und zugleich ein Reboot der Serie. 2023 wurden die Mehrspielerserver abgeschaltet.
Entwicklung
Electronic Arts kündigte 2009 einen Nachfolger zu Mirror’s Edge an, der wiederum von DICE entwickelt werde.
Im Februar 2011 kamen Meldungen auf, dass der zweite Teil eingestellt worden sei. Im März desselben Jahres wurde laut, dass ein möglicher Nachfolger noch im kreativen Prozess ist. Auf der E3 2013 wurde die Fortsetzung offiziell angekündigt, jedoch ohne ein festes Veröffentlichungsdatum. Auf der Gamescom 2015 wurde der Name Mirror’s Edge Catalyst bestätigt und bekannt gegeben, dass man an einem Neustart der Marke arbeite. Als Komponist konnte wieder der schwedische Musiker Magnus Birgersson, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Solar Fields, gewonnen werden. Im April 2016 startete der geschlossene Betatest. Nach dessen Ergebnis verschob man den angepeilten Veröffentlichungstermin. Am 7. Juni (Nordamerika) bzw. 9. Juni 2016 (Europa) erschien Catalyst für Xbox One, PlayStation 4 und PC (Origin). Am 8. Dezember 2023 wurden die Mehrspielerserver abgeschaltet.
Spielprinzip
Das Spiel ähnelt stark dem Vorgänger in Bezug auf die Parkour-Elemente. Das Gamedesign wurde in Richtung eines Open-World-Spieles umgearbeitet, dessen Spielwelt nach und nach freigeschaltet wird. Während man im Vorgänger noch Waffen aufheben konnte, wurde dies in der Neuauflage komplett entfernt. Feinde können die Protagonistin anschießen, sobald diese stehen bleibt.
Rezeption
Das Spiel vermittele eine „körperliche Präsenz“ wie kein anderes, beschrieb Benjamin Schmädig von 4Players. Dabei gleite man nie in das Superheldenhafte, weshalb die Protagonistin nahbar bleibe. Es sei eine gelungene Fortsetzung. Für Matthias Dammes von PC Games sei die Spielmechanik einfach zu verstehen, aber schwer zu meistern. Laut Benjamin Braun von GamersGlobal sei das Spielprinzip mittlerweile nicht mehr neuartig und die Open-World-Elemente sorgten für zu lange Laufwege. Er kritisierte den schlechten technischen Zustand zur Veröffentlichung. Chefredakteur Jörg Langer kritisierte die Darstellung der Charaktermodelle scharf. Die Handlung sei nichts Besonderes, aber sorge für einen roten Faden, gab Tobias Veltin von GameStar zu Protokoll. Für ihn wirkten die offene Spielwelt und der Talentbaum aufgesetzt.
Sven Huber bemerkte die schönere Präsentation der Handlung durch Zwischensequenzen. Den Wegfall der Waffeneinsätze empfand er als logische Änderung. Positiv sei der Schritt hin zu Martial Arts, wobei die Übersicht teils verloren ginge und Motion Sickness zum Problem werde. Gamereactor kritisierte die sterile Spielwelt sowie das repetitive Gameplay. Die Handlung bleibe langweilig. Sebastian Thor von Eurogamer kritisierte die versteinerten Nicht-Spieler-Charaktere. In der offenen Spielwelt gäbe es nichts Relevantes zu entdecken. Nur die Hauptgeschichte böte gute Momente. Carsten Görig störte sich an den hölzernen Dialogen. Ihm gefiel in der Besprechung bei Der Spiegel die stilvolle Gestaltung der Spielwelt, auch wenn diese sich oft wenig unterscheide. Olaf Bleich bemerkte bei Gameswelt, dass die Spielelemente mittlerweile von Konkurrenzprodukten aufgegriffen und teils besser umgesetzt seien.
Matthias Schmid von M! Games gefiel die Steuerung. Er kritisierte monotone Nebenmissionen und die leblose Stadt sowie die Kämpfe. Der Open-World-Aspekt passe nicht zum Spielprinzip. Sein Kollege Sascha Göddenhoff gefiel initial der Stil, der sich jedoch auch abnutze. Er kritisierte unscharfe Texturen, kleine Ruckler und Kantenflimmern auf den Konsolen. Die Redaktion von ComputerBase bezeichnete die Grafikdarstellung durch die Frostbite-Engine als ansehnlich, insbesondere die Licht- und Schatteneffekte. Die Unterschiede zwischen den Detailstufen seien subjektiv gering. Bereits mit einer Mittelklasse-Grafikkarte sei Mirror’s Edge Catalyst flüssig spielbar.
Quellen und Überprüfung
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Aktualisierung des Quelltextes: 2026-07-25