WarioWare, Inc.: Minigame Mania (jap.: メイド イン ワリオ, Hepburn: Meido in Wario, Made in Wario), in Nordamerika auch als WarioWare, Inc.: Mega Microgames! bekannt, ist ein Computerspiel der WarioWare-Spieleserie, das von Nintendo R&D1 entwickelt und von Nintendo erstmals am 21. März 2003 für den Game Boy Advance veröffentlicht wurde.
Neuveröffentlichungen folgten 2011 für die Virtual Console des Nintendo 3DS (nur im Rahmen des sogenannten Nintendo-Ambassador-Programms für Frühkäufer, die ihren Nintendo 3DS vor der ersten größeren Preissenkung erworben und registriert hatten), 2014 für die Virtual Console der Wii U und 2023 im Rahmen der „Nintendo Classics“ via Nintendo Switch Online für Nintendo Switch.
Zentrales Spielelement sind extrem kurze Minispiele, sogenannte Microgames, die jeweils nur wenige Sekunden dauern und in schneller Abfolge gespielt werden. Die Steuerung beschränkt sich dabei auf das Steuerkreuz und meist eine einzelne Aktionstaste. Die Kombination aus einfacher Steuerung, ständigen Überraschungen und wachsenden Tempoverschärfungen definiert das charakteristische Spielgefühl der Reihe, zu der auch die stark unterschiedliche Präsentation des Spiels, teils auch mit bewusst übertrieben simpler Darstellung sowie oft absurdem japanischen Humor zählt. Präsentiert werden die Microgames von Wario und einer Vielzahl weiterer Charaktere, die jeweils eigene thematische Spielsammlungen anbieten.
Es ist der erste reguläre Teil der Serie, der Vorgänger von WarioWare, Inc.: Mega Party Game$! (2003).
Handlung
Im Fernsehen erfährt Wario vom großen kommerziellen Erfolg eines fiktiven Videospiels mit dem Namen „Pyoro“ für den Game Boy Advance und beschließt daraufhin, selbst Videospiele zu entwickeln, da er sich davon das schnelle Geld erhofft. Zu diesem Zweck gründet er die Firma WarioWare, Inc. in einem Ort namens Diamant City, kauft sich einen Computer und plant, sein eigenes Videospiel zu veröffentlichen. Da ihm dafür jedoch die Ideen und Kreativität fehlen, ruft er seine Freunde Jimmy T., Mona, Dribble, Spitz, Kat, Ana, 9-Volt, Dr. Crygor und Orbulon an, die ihm beim Entwickeln von Microgames helfen sollen.
Nach Abschluss jedes Segments der Charaktere läuft am Ende eine Werbung mit Warios Spiel im Fernsehen. Wario verdient nun tatsächlich viel Geld damit, doch als seine Freunde ihre Bezahlung für das Mitwirken am Spiel einfordern wollen, flüchtet Wario mit dem Geld in einer Rakete. Dr. Crygor bringt die Rakete in luftigen Höhen zum Explodieren und all die Geldscheine verstreuen sich auf dem Meer.
Gameplay
In WarioWare, Inc.: Minigame Mania spielt man Sammlungen extrem kurzer Minispiele, den sogenannten Microgames mit Fokus auf Reflexe und spontane Reaktionen, die in schneller Folge ablaufen. Zu Beginn jedes Microgames wird dem Spieler ein kurzes Hinweiswort oder eine einfache Anweisung eingeblendet, das bzw. die den Zweck des nächsten Spiels umreißt. Dann hat man nur wenige Sekunden Zeit, die Aufgabe zu verstehen und korrekt umzusetzen. Jedes Microgame dauert in der Regel nur wenige Sekunden und fordert den Spieler auf, eine sehr einfache Aufgabe zu erfüllen, bevor die Zeit abläuft oder das nächste Microgame beginnt. Die Steuerung ist bewusst einfach gehalten und nutzt überwiegend das Steuerkreuz zur Ausrichtung sowie eine Taste (typischerweise A) zur Interaktion, um den jeweiligen Microgame-Befehl auszuführen.
Ein Durchlauf durch eine Stage besteht aus einer Reihe dieser Microgames, die nacheinander ohne Unterbrechung erscheinen. Beim Absolvieren eines Microgames erhält der Spieler einen Punkt, woraufhin sofort das nächste Microgame beginnt, oft mit wachsendem Tempo. Scheitert der Spieler, also endet ein Microgame durch falsche Eingabe oder Zeitüberschreitung, verliert er eines seiner vier Leben (repräsentiert durch Lebensanzeigen, z. B. Symbol-Balken). Sobald alle vier Leben verloren sind, endet die aktuelle Stage und muss wiederholt werden. Am Ende einer Serie von Microgames innerhalb einer Stage steht stets mit einem Boss-Microgame ein längeres, gegenüber den vorherigen Spielen komplexeres Einzelspiel, dessen erfolgreiche Bewältigung die Stage abschließt und das nächste Kapitel im Spielverlauf freischaltet.
Während des Boss-Microgames steht die Zeit nicht im gleichen Maße gegen den Spieler wie bei den normalen Microgames, sondern der Fokus liegt hier auf einer klaren, oft etwas anspruchsvolleren Aufgabe. Im Storymodus endet die Stage nach dem Boss-Microgame, bei wiederholtem Spielen stellt das erfolgreiche Absolvieren eines Boss-Microgames eines der vier Leben wieder her und die Stage wiederholt sich mit immer schwereren und schnelleren Varianten, bis der Spieler alle Leben verloren hat und seine Endpunktzahl, welche der Anzahl der Microgames in diesem Durchlauf entspricht, angezeigt wird.
Die Microgames selbst sind stark thematisch und visuell voneinander verschieden: Sie reichen von simplen Tätigkeiten wie dem Treffen eines Baseballs oder dem schnellen Reagieren auf ein Bild, bis hin zu surrealen und witzigen Aufgaben wie dem Einführen eines Fingers in eine Nase oder anderen bizarren Mini-Challenges, die mit knappen Zeitfenstern und intuitiven Interaktionen spielen. Durch diese absurde Vielfalt wird das Tempo und der Überraschungseffekt stets hoch gehalten. WarioWare, Inc.: Minigame Mania strukturiert diese Sammlung in mehrere thematische Stages, die von Wario und seinen Freunden präsentiert werden. Jeder Charakter hat dabei eine eigene Serie von Microgames mit einer erkennbaren visuellen oder konzeptionellen Ausrichtung. Neben dem Hauptmodus können nach und nach zusätzliche Inhalte freigeschaltet werden, darunter optionale Einzelspiele oder im erweiterten Modus auch Multiplayer-Varianten, in denen zwei Spieler gegeneinander antreten oder gemeinsam Microgames absolvieren.
Wario ist der Gründer und Leiter der Firma WarioWare, Inc. und zugleich der Charakter mit der ersten Stage im Spiel. Seine Microgames dienen als Einführung in das grundlegende Spielprinzip und sind thematisch sehr abwechslungsreich. Sie besitzen keinen festen Schwerpunkt, sondern stellen eine Mischung aus einfachen Geschicklichkeits-, Reaktions- und Timing-Aufgaben dar. Die Microgames sind vergleichsweise übersichtlich gestaltet und eignen sich dazu, den Spieler mit dem Konzept der extrem kurzen Spielabschnitte vertraut zu machen. Im Boss-Microgame muss Wario eine an einer Kette hängenden Kugel immerzu im richtigen Moment schlagen.
Ein selbstverliebter Tänzer mit großen, blauen Afrolook und starkem Bezug zur Disco- und Popkultur sowie Stammkunde der „Disco Zucker“ in Diamant City. Seine Microgames handeln von Sportarten und vergleichbare Freizeitaktivitäten wie Skispringen, Golf und Karate, aber auch Seilspringen, Skateboarding oder Trampolinspringen. Im Boss-Microgame steht man als Boxer in einem Boxring einem Kontrahenten mit drei Energieeinheiten gegenüber, ähnlich wie in Nintendos Videospiel Punch-Out!!. Zwei spätere Stages mit dem Label Remix, die auf vorherige Microgames und Bosse zurückgreifen, werden auch durch Jimmy T., dann mit gelbem oder rotem Afro, repräsentiert.
Eine junge Frau, die nebenbei in verschiedenen Nebenjobs arbeitet. Da sie zu spät zu ihrer Arbeit in einem Eiscafé zu Kommen droht, fährt sie auf ihrem Motorroller zu schnell und wird von Polizeiautos verfolgt, während ein Affe Bananenschalen auf die Straße vor die Polizeiautos wirft, um diese aufzuhalten. Ihre Microgames orientieren sich thematisch an alltäglichen Tätigkeiten und absurden Situationen, etwa Zähneputzen oder einen Papierflieger steuern bis hin zum gezielten Nasebohren oder Augentropfen ins Auge träufeln. Im Boss-Microgame muss ein Nagel mit einem Hammer mehrfach richtig getroffen werden.
Bulldogge Dribble ist ein Taxifahrer beim Taxiunternehmen „Diamant Taxi“ und Kater Spitz ist sein Freund und Beifahrer. In der Story fahren sie einen Passanten im Regen ans Meer. Ihre Microgames haben oft Bezug auf Science-Fiction-Szenarien wie das Abschießen von Raumschiffen im Weltraum, kinoreife Gigantenkämpfe oder das Zusammenbauen von Robotern. Das Boss-Microgame stellt ein vertikales Shoot ’em up dar, in dem man ein Raumschiff steuert, aufrüsten kann und einen Bossgegner besiegen muss.
Ein begeisterter Videospiel-Fan und -sammler von der „Grundschule Diamant“. Seine Microgames sind Hommagen an klassische, bekannte Nintendo-Spiele wie Super Mario Bros., Donkey Kong, The Legend of Zelda, Metroid oder F-Zero, aber auch an exotischere Nintendo-Produkte wie dem Virtual Boy oder R.O.B. Die Aufgaben greifen bekannte Spielmechaniken wie Springen, Schießen oder Ausweichen auf, sind jedoch stark vereinfacht und in das Microgame-Format übertragen. Das Boss-Microgame handelt von Nintendos „Ultra Machine“ aus dem Jahre 1967, welche Basebälle abschießt, die mit einem Baseballschläger getroffen werden müssen.
Ein exzentrischer Wissenschaftler und Erfinder, dessen Microgames sich während seines Toilettengangs abspielen und vorwiegend Bezug auf Nahrungsmittel haben wie das schnelle Aufessen von Obst, das Platzieren einer Erdbeere auf einer Torte oder das Schneiden von Steaks mit einem Messer. Im Boss-Microgame drohen permanent Asteroiden auf die Erde zu fallen, welche es mit Laserstrahlen zu zerstören gilt.
Ein Außerirdischer, der mit seinem Raumschiff auf die Erde abzustürzen droht. Seine Microgames haben einen Fokus auf Logik, Erkennen von Unterschieden und Zählen von Dingen. Das Boss-Microgame besteht aus einem textbasierten, rundenbasierten Bosskampf im Stile klassischer RPGs. Trotz erfolgreichem Abschließens seiner Stage stürzt er anschließend auf der Erde ab.
Zwei junge Ninja-Schülerinnen. Storytechnisch versagt Kat zunächst darin, einen Prinzen vor einem Dämon zu beschützen, also ruft sie mit einer Brieftaube Ana zur Hilfe, die sich auf die Reise macht und das Anwesen des Prinzen durchläuft. Die Microgames bestehen zum Teil aus Wiederholungen bereits gesehener und erlebter Microgames vorheriger Stages, haben aber auch Fokus auf Natur und Tiere. Im Boss-Microgame muss man mit einer Spielfigur von Wolke zu Wolke hüpfen wie in einem Jump ’n’ Run. Anschließend kann Ana den Dämon besiegen und den Prinzen sowie Kat befreien.
Die letzte Stage im Spiel führt erneut Wario, mit wiederkehrenden Microgames aller vorheriger Stages, jedoch mit höherem Schwierigkeitsgrad. Das Boss-Microgame hier ist das längste im Spiel, bei dem man zunächst Wario auf einem Skateboard Hindernissen ausweichen muss, dann mit einer Rakete fliegt, mit einem Bumerang einen Boss besiegt und mit dem Goldschatz vor einem rollenden Felsen entkommen muss.
Weitere Modi
Mit fortschreitendem Spielfortschritt schalten sich stets weitere, kleine Spielmodi frei, die nachfolgend aufgeführt sind.
Leicht (Blaues Schwein): Die Microgames bleiben stets auf dem einfachen Schwierigkeitsgrad und werden nicht schneller, jedoch erhält man keine Extraleben nach Boss-Microgames.
Nervenkitzel (Gelbes Schwein): Nur Microgames auf höchstem Schwierigkeitsgrad, werden zwar nicht schneller, aber man hat nur ein einziges Leben und erhält auch keine hinzu.
Schwierig (Rotes Schwein): Nur auf maximaler Schnelligkeitsstufe, aber auf niedrigstem Schwierigkeitsgrad, jedoch erhält man keine Extraleben nach Boss-Microgames.
Boss Total (Pinkes Schwein): Ausschließlich Boss-Microgames, jedoch erhält man keine Extraleben hinzu.
Sheriff: Das identische Gameplay von Sheriff, einem Arcade-Spiel von Nintendo aus dem Jahre 1979, nur mit Wario in der Hauptrolle.
Fly Swatter: Das identische Gameplay eines Minispiels aus Mario Paint (SNES, 1992). Mit einer Fliegenklatsche sollen möglichst viele Fliegen erwischt werden.
Dr. Wario: Das identische Gameplay von Dr. Mario (NES, 1990), nur mit Wario in der Hauptrolle, welcher die Pillen auf die Viren wirft.
Hurdle: Orbulon und Dr. Crygor machen ein Hindernisrennen und springen mit den Tasten L und R über ihre Hürden.
Dong Dong: Zwei sich bewegende Striche können mit den Tasten L und R zum richtigen Zeitpunkt Gewichte auf Mona oder Dribble schieben, um diese zu zerquetschen.
Chicken Race: Zwei Skateboards werden mit den Tasten L und R getreten und welches weiter gefahren ist, ohne in den Abgrund am Ende des Weges zu fallen, hat gewonnen.
Chiritorie-Duell: Zwei Staubsauger, entsprechend der Nintendo-Staubsauger aus dem Jahre 1979, treten mit den Tasten L und R gegeneinander an und versuchen, mehr Papiermüll als der andere einzusammeln.
Paper Plane: Ein Papierflieger sinkt stetig ab und muss mit den Links- und Rechts-Tasten permanent Hindernissen ausweichen.
Skating Board: 9-Volt rollt auf einem Skateboard automatisch endlos gleichmäßig nach rechts und Hindernissen muss durch Springen oder Ducken ausgewichen werden.
Jump Forever: Endloses Seilspringen, in dem Wario über ein Seil springt, welches von Kat und Ana geschwungen wird, die auch mit der Geschwindigkeit variieren.
Pyoro: Das fiktive Spiel aus dem Intro. Man steuert einen kleinen roten Vogel namens Pyoro, der aus der Luft fallende Gemüsesamen mit seiner langen Zunge diagonal einsammelt.
Pyoro 2: Man steuert einen kleinen gelben Vogel namens Pyoro, der aus der Luft fallende Gemüsesamen treffen muss, indem er Kirschkerne im diagonalen Winkel auf sie spuckt.
Credits: Zeigt die Namen der Mitwirkenden, abwechselnd wie bei einer Microgame-Stage.
Entwicklung und Veröffentlichung
Das Gameplay von WarioWare, Inc.: Minigame Mania entstammt dem Modus „Sound Bomber“ vom Spiel Mario Artist: Polygon Studio, welches am 29. August 2000 exklusiv in Japan für das 64DD erschienen ist. Viele der Microspiele von Mario Artist: Polygon Studio wurden auch auf WarioWare, Inc.: Minigame Mania übertragen wie etwa das Roulette, welches es zum richtigen Zeitpunkt zu stoppen gilt, das Schwingen eines Baseballschlägers, das Abschießen von Raumschiffen oder das Ausweichen von Hindernissen eines Autos auf einer mehrspurigen Fahrbahn. Zur Ideenfindung nutzte das Entwicklerteam Haftnotizen: Sobald jemand eine Idee für ein Mikrospiel hatte, wurde diese notiert und auf dem Tisch des Directors angebracht.
Das Projekt erlangte dadurch innerhalb der Abteilung große Aufmerksamkeit, sodass sich auch Mitarbeitende, die nicht direkt an der Entwicklung beteiligt waren, mit eigenen Vorschlägen einbrachten. Inhalte, die als zu anstößig oder kulturell zu spezifisch für ein japanisches Publikum galten, wurden verworfen, um die internationale Verständlichkeit des Spiels sicherzustellen. Da einzelne Programmierer jeweils eigenständig an Mikrospielen arbeiteten, weisen diese sehr unterschiedliche visuelle Stile auf. Das Spiel wurde ursprünglich von mehreren Entwicklern der Abteilung Nintendo R&D1 ohne Wissen ihres damaligen Vorgesetzten entwickelt. Als Maskottchen entschied sich das Team für Wario, da man keinen anderen Charakter als passender empfand. Laut Produzent Yoshio Sakamoto wurde Wario als Protagonist gewählt, weil er für törichte und absurde Handlungen bekannt sei.
Einige Soundeffekte von Wario Land 4 (2001) wurden in diesem Spiel wiederverwendet.
Shigeru Miyamoto legte großen Wert auf die Vermarktung des Spiels und darauf, dessen unkonventionelle Spielmechanik hervorzuheben. Er wollte verdeutlichen, dass sich das Spiel besonders leicht aufgreifen und sofort spielen lässt. Miyamoto genehmigte die Verwendung des Werbeslogans „More! Shorter! Faster!“ (japanisch: 最多・最短・最速, Saita, Saitan, Saisoku), der auf der japanischen Verpackung sehr prominent platziert war und sogar größer als das eigentliche Spiel-Logo erschien. Für die westlichen Versionen wurde dieser Slogan jedoch nicht übernommen, stattdessen zeigten die Verpackungen dort mehrere Charaktere aus dem Spiel und nicht lediglich einen Ausschnitt von Warios Gesicht wie in Japan.
Das Spiel erschien zunächst in Japan unter dem Namen (jap.: メイド イン ワリオ, Hepburn: Meido in Wario, Made in Wario) am 21. März 2003. Die Veröffentlichung in Europa erfolgte am 23. Mai 2003 unter dem Namen WarioWare, Inc.: Minigame Mania und zuletzt am 26. Mai 2003 als WarioWare, Inc.: Mega Microgames! in Nordamerika. Das Spiel zog einige Nachfolger nach sich und legte den Grundstein der WarioWare-Spielereihe. Am 16. Dezember 2011 wurde WarioWare, Inc.: Minigame Mania zusammen mit neun weiteren Game-Boy-Advance-Titeln im Rahmen des sogenannten Nintendo-Ambassador-Programms für die Virtual Console des Nintendo 3DS veröffentlicht. Dieses Programm richtete sich an frühe Käuferinnen und Käufer, die ihren Nintendo 3DS vor der ersten größeren Preissenkung in ihrem jeweiligen Markt erworben und registriert hatten, um diese mit diesen kostenfreien Spielen quasi zu entschädigen.
Später erschien das Spiel auch für die Virtual Console der Wii U: In Japan am 3. April 2014 sowie am 10. April desselben Jahres in Europa sowie am 5. Juni 2024 in Nordamerika. Ab dem 8. Februar 2023 wurde WarioWare, Inc.: Minigame Mania auch im Rahmen der „Nintendo Classics“ via Nintendo Switch Online für Nintendo Switch zur Verfügung gestellt.
Rezeption
WarioWare, Inc.: Minigame Mania erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wurde von der Fachpresse überwiegend sehr positiv aufgenommen. Kritiker lobten insbesondere das ungewöhnliche Spielkonzept. Jeff Gerstmann von GameSpot bewertete das Spiel mit 9,1 von 10 Punkten und hob hervor, dass es sich besonders gut für kurze Spielsessions eigne und dennoch immer wieder zum erneuten Spielen motiviere. Craig Harris von IGN vergab eine Wertung von 9 und bezeichnete das Spiel aufgrund der Vielzahl an Minispielen, der einfachen Steuerung und des hohen Wiederspielwerts als originell und herausragend. Auf Metacritic fallen die Wertungen der vier Medienvertreter Yahoo!, G4 TV, Gaming Age und GameNow auf, welche mit der perfekten Maximalpunktzahl, 100 von 100 Punkten, die Durchschnittswertung auf 89 Punkten anheben.
Im Jahr 2004 gewann das Spiel beim „Edinburgh International Games Festival“ den Edge Award, der von einer Jury aus Branchenvertretern, Wissenschaftlern und Spielejournalisten vergeben wurde. Auch bei GameSpot wurde der Titel mehrfach gewürdigt: Er erhielt sowohl den „Editor’s Choice Award“ als auch die Auszeichnung als „Game Boy Advance Game of the Month“ und wurde zudem für die Rubrik „Best and Worst of 2003“ in der Kategorie „Most Innovative Game“ nominiert. Darüber hinaus fand das Spiel Eingang in mehrere Bestenlisten. Das Magazin Edge platzierte WarioWare, Inc.: Minigame Mania auf Rang 40 der Liste „The 100 Best Games To Play Today“ und lobte, dass nahezu jedes Minispiel durch klare Zielvorgaben sowie eine wirkungsvolle Kombination aus Ton, Bild und Steuerung unmittelbar fessle. In der 2006 veröffentlichten Rangliste „The Greatest 200 Video Games of Their Time“ des Magazins Electronic Gaming Monthly belegte das Spiel Platz 138. Das Official Nintendo Magazine führte den Titel auf Rang 78 seiner Liste der besten Nintendo-Spiele.
Auch aus kommerzieller Sicht war das Spiel ein Erfolg. WarioWare, Inc.: Minigame Mania verkaufte sich allein auf dem Game Boy Advance 1,1 Millionen Mal und belegt damit Platz 38 der meistverkauften Spiele auf dem Game Boy Advance.
Quellen und Überprüfung
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Aktualisierung des Quelltextes: 2026-09-27