Casebook 1899 – The Leipzig Murders ist ein Point-and-Click-Adventure-Computerspiel, das von dem deutschen Indie-Entwickler Homo Narrans Studio entwickelt und 2025 für Microsoft Windows, macOS und Linux veröffentlicht wurde.
Entwicklung
Das Spiel wurde von Gregor Müller initiiert, der zuvor als Archäologe, Historiker und Journalist arbeitete. Zuvor hatte er Kriminalromane verfasst und für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk Dokumentationen produziert. Die Entwicklung von Casebook 1899 begann 2021 als Hobbyprojekt. Im Folgejahr wurde es erfolgreich auf Kickstarter finanziert, wobei eine deutsche Sprachausgabe umgesetzt, aber das Ziel für eine englische Fassung verfehlt wurde. Die Entwicklungsphase dauerte vier Jahre lang. In der Zeit wurde das Veröffentlichungsdatum mehrfach verschoben. Er fiel zusammen mit dem populären Titel Hollow Knight: Silksong, ließ sich jedoch zu dem Zeitpunkt nicht weiter verschieben. Die Verkäufe fünf Monate nach Veröffentlichung lagen deutlich unter dem, was erwartet worden war. Die Spielerschaft war sehr stark deutschsprachig dominiert.
Handlung
Der Spieler übernimmt die Rolle von Kriminalkommissar Joseph Kreiser im 19. Jahrhundert in Leipzig, der Tatorte untersucht und Zeugen vernimmt.
Spielprinzip
Geboten werden genretypische Inventarrätsel, Logik-Puzzle und Dialoge. Die Deduktion des Kriminalkommissars wird über ein Notizbuch verwaltet, mit dem Schlussfolgerungen zum Abschluss von Fällen angestrengt werden können.
Rezeption
Alex Müller von GamersGlobal erkannte an, dass es ein Herzensprojekt des Entwicklers sein muss. Er legte aufgrund des Preises jedoch Maßstäbe eines professionellen Umfeldes an. Lobend erwähnte er historische Details und das Kombinieren von Hinweisen. Einige Rätsel wirkten deplatziert. Der Schwierigkeitsgrad gegen Ende sei hoch und die Spielzeit mit 6 Stunden zu gering. Das Finale sei nicht befriedigend. Grafisch wirke es nicht aus einem Guss, da verschiedene Künstler ihre Stile nicht angepasst hätten.
Matthias Mayerhöffer bemerkte für Gamers.at ebenfalls die historisch akkuraten Schauplätze und den Einblick in den Alltag. Die vier Kriminalfälle seien zwar linear, aber glaubwürdig und motivierend durch das dynamische Notizbuch. Es wirke teils „arg ungeschliffen“ und die Tonalität könnte stringenter sein. Tobias Maack von Adventure Corner hob die unterschiedlichen Lösungswege mit Alternativenden hervor. Probleme sah er im Rätseldesign und der deutschen Sprachausgabe.
Sascha Strobel von dem auf Adventure spezialisierten Fachmagazin Das klappt so nicht bemerkte ebenfalls den sehr starken Anstieg des Schwierigkeitsgrades im letzten Fall. Er lobte die Grafik, kritisierte jedoch die Qualität der Vertonung. Sein Kollege Jürgen Hüsam resümierte, es handele sich um ein gelungenes Detektiv-Adventure mit kleineren Schwächen. Pascal Tekaia von dem Fachmagazin Adventure Game Hotspot kritisierte, dass das Spiel dazu anleite, dass der Spieler seiner Intuition folge. Ein Plot-Twist im späteren Spielverlauf untergrabe dies jedoch.
Quellen und Überprüfung
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Aktualisierung des Quelltextes: 2025-12-15