Zuhause/Enzyklopädie/Dying Light: The Beast
Enzyklopädie / 2025

Dying Light: The Beast

Dying Light: The Beast ist ein von Techland entwickeltes und im September 2025 veröffentlichtes Open-World-Survival-Horror-Videospiel. Das Spiel war ursprünglich als DLC für den Vorgänger Dying Light 2: Stay Human geplant, wurde dann jedoch als eigenständiger Nachfolger programmiert und erzählt die Geschichte des Protagonisten aus Dying Light, dem ersten Teil der Reihe, einige Jahre nach den dortigen Geschehnissen.

Handlung

Ausgangssituation

Nach den Geschehnissen aus Dying Light: The Following ist der Protagonist Kyle Crane über Jahre auf der Flucht gewesen, wird jedoch von einer Organisation gefangen genommen, deren Anführer als „Der Baron“ bekannt ist. In der Gefangenschaft wurde Crane diversen genetischen Experimenten unterzogen, die zum Ziel hatten, das ursprüngliche Harran-Virus weiterzuentwickeln und waffenfähig zu machen. Nachdem ein besseres Testsubjekt gefunden wurde und Crane sich weiter widersetzt, hat der Baron keine Verwendung mehr für ihn und gibt den Befehl, ihn zu töten.

Spielbare Handlung

Durch den Ausbruch des neuen Testsubjekts (das als „das Biest“ bezeichnet wird) überlebt Crane nur knapp und wird per Funk von der Forscherin Olivia kontaktiert, die vorgibt, ihm zur Flucht verhelfen und bei seinem Rachefeldzug gegen den Baron unterstützen zu wollen. Tatsächlich führt sie ihn aus der Forschungsanlage heraus, woraufhin er sich im fiktiven, von Zombies überrannten Alpental Castor Woods wiederfindet, wo er sich in einem alten Kloster mit Olivia trifft. Dort erklärt sie ihm, dass einige Testsubjekte mit Cranes DNA verstärkt wurden und teilweise aus den Laboren entkommen sind oder in Gehegen in der Spielwelt untergebracht sind, um weitere Tests durchzuführen. Crane müsse diese „Chimären“ töten und aus ihrem Blut einen Stoff extrahieren, der bei jeder Chimäre unterschiedlich sei und ihn jeweils individuell stärken würde – nur so könne er am Ende dem Baron gegenübertreten.

Crane willigt zunächst ein, sucht aber trotzdem weiter nach Informationen zum Aufenthaltsort des Barons und rettet dabei einige Überlebende im Rathaus der nahen Stadt, denen er auch weiterhin im Austausch gegen Informationen und Materialien bei der Sicherung ihres Unterschlupfs hilft. Rachsüchtig tritt er dem Baron bei einer Gelegenheit trotz Olivias Warnungen unvorbereitet gegenüber und kann nur knapp entkommen. Auf der Suche nach einem Schwachpunkt des Barons und mehr Chimären nimmt er Kontakt zu einer in einer Berghöhle lebenden Gemeinschaft auf, die aus ebenfalls dem Baron entkommenen Testpersonen besteht. Diese konnten aus Pilzen eine Infusion herstellen, die das Virus aufhält – sie leben mit diversen inneren und äußeren körperlichen Veränderungen, verwandeln sich jedoch nicht in Zombies.

Lydia, die Anführerin der Gruppe, lehnt Crane zunächst ab, nach einigen Gefälligkeiten sieht sie jedoch ein, dass er ein unverzichtbarer Verbündeter ist. Auf der Suche nach Informationen nimmt Crane Dr. Camilo Marin gefangen, der sich als Verbündeter herausstellt. Mit seiner Hilfe kann Lydia ihre telepathischen Fähigkeiten verbessern und Kontrolle über Zombies erlangen, womit sie Kyle fortan unterstützt.

Nachdem Crane einen Angriff des Barons auf das Rathaus abgewehrt hat, plant die Gruppe, den Baron anzugreifen und dazu das Biest einzufangen. Dies gelingt und eine Injektion von Cranes DNA kann die Mutationen rückgängig machen. Das Biest stellt sich als Aiden vor, der zusammen mit Spike bei dem Versuch, Crane zu befreien, gefangen genommen worden war. Der Baron meldet sich per Funk, er hat Olivia entführt und verlangt die Herausgabe von Aiden.

Ein darauf folgender Angriff auf die Festung des Barons scheitert knapp, als Olivia Crane außer Gefecht setzt und dem Baron ausliefert. Es stellt sich heraus, dass der Baron ihr im Gegenzug für ihre Hilfe bei der Erforschung Cranes versprach, ihren infizierten Vater zu heilen. Der Baron erklärt, die vorausgegangenen Kämpfe mit den Chimären und die Injektionen der DNA seien Teil seiner Forschung gewesen. Er beginnt, die Anwesenden zu töten und verlangt von Olivia, Crane zu erschießen. Olivia aber ist entsetzt von den Gräueltaten des Barons, wendet sich gegen ihn und befreit Crane und die anderen, woraufhin Crane und Aiden den Baron gerade noch an der Flucht mit einem Hubschrauber hindern können. Crane tötet den Baron schließlich im finalen Kampf und wird daraufhin in einer abschließenden Sequenz von seiner ursprünglichen Kontaktperson beim GRE aus dem Einsatz in Harran kontaktiert, die ihm viel Glück in seiner neu gewonnenen Freiheit wünscht. Crane verspricht, sie ohne Gnade zu jagen.

Spielprinzip

Der Spieler steuert den Protagonisten aus der Ego-Perspektive durch die frei begehbare Gegend Castor Woods, einem ehemaligen und nun von Zombies überrannten Touristenziel. Hierzu können Parkour-Fähigkeiten genutzt werden, außerdem ist die Fortbewegung in einem Geländefahrzeug möglich.

Die Zombies sind feindselig und müssen mit Nah- oder Fernkampfwaffen bekämpft oder umgangen werden. Bei Tageslicht sind die langsamen Beißer ein allgegenwärtiges Problem, vereinzelt tauchen an wichtigen Orten stärkere Mutanten auf. In der Dunkelheit sind die Straßen jedoch zusätzlich von Schattenjägern bevölkert, die ernstzunehmende Gegner darstellen. Durch die Experimente in seinen Körper eingebrachte Zombie-DNA stärkt Crane, sodass er schneller und stärker ist, als normale Menschen. Im Beast Mode kann er zudem mächtige waffenlose Angriffe ausführen oder Objekte aus der Umgebung auf seine Gegner schleudern. Mit fortschreitendem Spielverlauf lassen sich Cranes Fähigkeiten verbessern bzw. weitere freischalten.

Die Geschichte wird durch Quests erzählt, ergänzt durch einige Nebenhandlungen, über die stärkere Waffen, Upgrades oder Bauteile als Belohnung erhältlich sind. Wie in den Vorgängern haben die Nahkampfwaffen nur eine begrenzte Haltbarkeit, können aber nur wenige Male repariert werden, sodass das Sammeln von Ressourcen essenziell ist.

Wie in den Vorgängern ist auch wieder ein kooperativer Mehrspielermodus für bis zu vier Spieler vorhanden, ein New-Game-Plus-Modus und Legendenstufen wurden zwei Monate nach Release integriert. Update 1.5 (Nightmare Experience) erweiterte das Spiel im Dezember 2025 um einen besonders schweren Schwierigkeitsgrad und ergänzte Alpha-Schattenjäger, ein Hunger-System und eine angepasste Taschenlampe, deren Energie nun mit der Zeit abnimmt. Update 1.6 (Restored Land) ergänzte einen Spielmodus, in dem die Zombies und Loot nicht respawnen, Aktivitäten nur einmal gespielt werden können und das Gebiet somit nach und nach für die Überlebenden zurückerobert werden kann.

Entwicklung

Ursprünglich war Dying Light: The Beast als zweiter DLC für Dying Light 2: Stay Human geplant, Techland entschied sich jedoch zur Produktion eines eigenständigen Titels, nachdem 2023 die Story geleakt war. Techland beschrieb das Spiel als „kompakte Erfahrung“, kürzer als die beiden Vorgänger und zudem mit linearer Handlung. Die im Vorgänger eingeführte Erzählstruktur, bei der der Spieler Verlauf und Ende des Spiels durch seine Entscheidungen in Dialogen mit beeinflusste, wird somit nicht fortgesetzt. Chefentwickler Tymon Smektala nannte als Grund, dass man ein kanonisches Ende möchte, auf dem folgende Spiele aufbauen können.

Smektala erklärte, die Rückkehr Kyle Cranes sei vom Team mit Begeisterung aufgenommen worden. Artdirector Katarzyna Tamcka beschrieb dies als „absolutes Traumprojekt“. Der ältere, gezeichnetere und von Rachedurst getriebene Crane wird in The Beast erneut von Roger Craig Smith gesprochen.

Verglichen mit Dying Light 2 sollte wieder ein stärkeres Augenmerk auf Survival-Aspekten liegen. So war vorgesehen, dass Waffen oder Fahrzeuge wieder deutlich zerbrechlicher sind, sodass sich der Spieler ständig neu an die Spielsituation anpassen müsse. Auch das ländliche Castor Woods, entstanden nach einer östlich von Seattle gelegenen Landschaft, die auch Vorbild für die Serie Twin Peaks war, bietet weniger, aber dafür intensivere Parkourlauf-Möglichkeiten als der Vorgänger. Man wollte damit Beklemmung und Angst aus dem ersten Dying Light zurückholen.

Techland kündigte The Beast offiziell auf der Gamescom 2024 an. Das Spiel sollte ursprünglich im August 2025 für Windows, PlayStation 5 und Xbox Series erscheinen, das Release-Datum wurde jedoch einen Monat vorher auf September verschoben. Besitzer der Ultimate-Edition von Dying Light 2 (deren Verkauf jedoch im September 2024 eingestellt wurde), erhielten The Beast als „Dank für Treue und die lange Wartezeit“ kostenlos.

Etwa einen Monat nach Veröffentlichung kündigte der Entwickler per elfwöchiger Roadmap mehrere Erweiterungen des Spiels an. Ein New-Game-Plus-Modus, die aus dem Vorgänger bekannten Legenden-Level und Raytracing wurden am 27. November in das Spiel integriert.

Ursprünglich sollten Ende 2025 auch Versionen für die älteren Konsolen PlayStation 4 und Xbox One erscheinen. Das Ausbleiben der Versionen blieb von Techland zunächst unkommentiert, bis im Juli 2026 die Einstellung der Entwicklung bekanntgegeben wurde. Als Grund gab Techland an, die Hardware der älteren Konsolen wäre für einen kompromisslos flüssigen Spielablauf zu eingeschränkt.

Versionen

Vor Veröffentlichung wurde vermutet, dass es eine eigenständige, zensierte Fassung des Spiels für den deutschen Markt geben werde, da bereits der erste Teil indiziert wurde und der zweite Teil erst nach mehreren Anpassungen eine USK-Freigabe erhielt.

Dying Light: The Beast erschien in Deutschland unzensiert über Steam für PC-Spieler. Da das Spiel nur digital vertrieben wird, ist keine USK-Kennzeichnung nötig, die Altersbeschränkung ergibt sich durch einen IARC-Fragebogen. Aufgrund lokaler Store-Vorgaben wurden die Konsolenversionen für den deutschen Markt jedoch mit Einschränkungen der Gewaltdarstellung versehen. So ist es etwa nicht möglich, Körperteile von menschlichen Gegnern abzutrennen oder bereits am Boden liegende Leichen weiter zu zerstückeln. Auch in Videosequenzen sind drastische Szenen teilweise verpixelt dargestellt.

Synchronisation

Rezeption

Nach Angaben des Entwicklers wurde Dying Light: The Beast mehr als eine Million Mal vorbestellt, woraufhin das Datum der Veröffentlichung einen Tag vorgezogen wurde.

Laut Wertungsaggregator Metacritic erhielt das Spiel gute Rezensionen. Das deutschsprachige PC-Spielemagazin GameStar lobte, dass sich das Spiel auf das Wesentliche konzentriere.

Das Schwestermagazin GamePro zog im Test der Konsolenfassung das Fazit, dass es sich um den bisher besten Teil der Serie handle. PC Games kommt zu dem Schluss, dass es dem Spiel zwar an Innovation mangle, es aber viele kleine Verbesserungen aufweise. Metal Hammer hob positiv hervor, dass mit Dying Light: The Beast die Reihe zu ihren Wurzeln zurückkehre.

Quellen und Überprüfung

Angepasst von Wikipedia. Der Text gehört den Autoren des Originalartikels und ist unter einer CC BY-SA 4.0-Lizenz verfügbar. Tabellen, Vorlagen und Fußnoten entfernt; Unten finden Sie Links zur Originalversion und zum Revisionsverlauf.

Aktualisierung des Quelltextes: 2026-07-17

Lesen Sie weiter

↑