The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered ist ein Action-Rollenspiel, das 2025 von Virtuos und Bethesda Game Studios entwickelt und von Bethesda Softworks veröffentlicht wurde. Es handelt sich um eine Neuauflage des 2006 erschienenen The Elder Scrolls IV: Oblivion mit komplett überarbeiteter Grafik dank der Unreal Engine 5 und zahlreichen weiteren Verbesserungen, von der Sprintmechanik bis hin zu neu gestalteten Menüs. Oblivion Remastered enthält alle herunterladbaren Inhalte des Originalspiels, darunter die Erweiterungen Knights of the Nine und Shivering Isles. Das Spiel wurde am 22. April 2025 angekündigt und digital für PlayStation 5, Windows und Xbox Series X/S veröffentlicht und erhielt überwiegend positive Kritiken. Die physische Version für PlayStation 5 und Xbox Series X/S erschien am 13. Oktober. Eine Version für Nintendo Switch 2 ist für 2026 geplant.
Spielprinzip
The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered behält die offene Welt und die Kernmechaniken des Originals bei, darunter Echtzeitkämpfe, Charakterentwicklung, fähigkeitsbasierter Fortschritt und Questreihen verschiedener Fraktionen. Die Remastered-Version bietet eine komplett überarbeitete Grafik mit modernen Rendering-Techniken, Raytracing sowie aktualisierten Texturen und Modellen. Das Verhalten von Nicht-Spieler-Charakteren wurde mithilfe verbesserter KI überarbeitet, und alle Animationen wurden aktualisiert. Benutzeroberfläche und Steuerung wurden ebenfalls für die Kompatibilität mit aktueller Hardware neu gestaltet. Zu den Audioverbesserungen gehören neu aufgenommene Umgebungsgeräusche, Umwelteffekte und teilweise überarbeitete Sprachausgabe. Die kostenpflichtigen Erweiterungen Knights of the Nine und Shivering Isles sind in der Remastered-Version enthalten.
Handlung
The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered spielt in der Provinz Cyrodiil, und der Spieler übernimmt die Rolle des Helden von Kvatch, der nach der Ermordung von Kaiser Uriel Septim VII. in einen Konflikt mit dem daedrischen Reich Oblivion hineingezogen wird.
Entwicklung und Veröffentlichung
The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered wurde gemeinsam von Virtuos’ Pariser Studio und Bethesda Game Studios entwickelt. Beide Studios begannen 2021 mit der Entwicklung des Remasters. Die Entwickler nutzten die Unreal Engine 5, um die Grafik zu verbessern, während die Gamebryo-Engine als Kern für die Optimierung von Elementen wie der Physik und des Kampfs diente. Erste Hinweise auf das Remaster tauchten im September 2023 auf, als interne Microsoft-Dokumente (aus dem Jahr 2020) im Zuge des Verfahrens der Federal Trade Commission gegen Microsoft veröffentlicht wurden. Darin wurde unter anderem ein „Oblivion Remaster“ erwähnt, dessen Veröffentlichung für das Geschäftsjahr 2022 geplant war.
Im April 2025 kamen weitere Spekulationen auf, nachdem auf der Website von Virtuos Bilder aus dem Spiel und Werbematerialien entdeckt und anschließend online geteilt wurden. Die Bilder, die über ein zugängliches WordPress-Datei-Repository gefunden wurden, zeigten bekannte Motive wie den ersten Blick des Spielers auf die Außenwelt nach Abschluss der Tutorial-Quest, die Kaiserstadt und ihre Umgebung sowie einige weitere Highlights. Am 21. April 2025 bestätigte Bethesda die Existenz der Remaster-Version mit der Ankündigung eines Livestreams für den folgenden Tag. An diesem Tag erschien das Spiel für Windows (via Steam), PlayStation 5 und Xbox Series X/S sowie ab dem ersten Tag im Xbox Game Pass. Die Live-Ankündigung auf YouTube wurde von über 600.000 Zuschauern verfolgt. Am 14. Juli gab The Game Collection (ein Online-Videospielhändler) bekannt, dass die physischen Versionen für PlayStation 5 und Xbox Series X am 13. Oktober erscheinen würden.
Am 22. April 2025 gab Bethesda bekannt, dass die Remaster-Version keine Mods unterstützen wird. Dies wurde von verschiedenen Medien als ungewöhnlich angesehen, da das Unternehmen Mods im Allgemeinen befürwortete und diese in den meisten seiner Titel, darunter auch im vorherigen großen Spiel Starfield, integriert hatte. Trotz des Fehlens offizieller Mod-Unterstützung tauchten nach der Veröffentlichung des Spiels rasch zahlreiche von Nutzern erstellte Mods auf.
Rezeption
The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered erhielt laut der Bewertungsplattform Metacritic „überwiegend positive“ Kritiken. OpenCritic ermittelte, dass 87 % der Kritiker das Spiel empfahlen. Bei den Golden Joystick Awards 2025 wurde es als „Bestes Remake/Remaster“ ausgezeichnet.
Jake Dekker von GameSpot lobte die Grafik als „neuen Standard für Bethesda-RPGs“ und hob außerdem die Charaktermodelle sowie die Umsetzung origineller Spielelemente hervor. Dekker lobte zudem das überarbeitete Levelsystem, fand das Kampfsystem aber immer noch etwas unausgereift.
Das deutschsprachige PC-Spielemagazin GameStar kritisierte das Fehlen einer deutschen Sprachausgabe und veraltete Spielmechaniken. Das Konsolenmagazin Maniac lobte die umfassende grafische Überarbeitung sowie weitere Verbesserungen im Detail. Das Spiel wirke trotzdem etwas altbacken und in der PlayStation-5-Fassung wurde zudem eine inkonsistente Bildrate festgestellt. Auch hier wurde kritisiert, dass es im Gegensatz zum Original keine deutsche Sprachausgabe mehr gebe. Positiv hervorgehoben wurde hingegen, dass die Story-DLCs bereits enthalten sind.
Das Spiel wurde wegen Performance-Problemen kritisiert. Alex Battaglia von Digital Foundry bezeichnete Oblivion Remastered als „eines der am schlechtesten performenden PC-Spiele, die ich je getestet habe“, selbst auf einem High-End-PC. Ähnliche technische Probleme wurden auch von der Spielerschaft gemeldet, und offizielle Patches von Bethesda konnten diese nicht beheben. PC Gamer kritisierte die Entscheidung, Jeremy Soules Original-Soundtrack unverändert zu lassen, angesichts der zwischenzeitlich gegen ihn erhobenen Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens. Die Zeitschrift fragte Bethesda, ob Soule weiterhin Tantiemen für den Soundtrack erhalte, erhielt aber keine Antwort.
Reaktion auf die überraschende Veröffentlichung
The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered erschien ohne Vorankündigung und war zeitgleich mit dem Start des Livestreams verfügbar. Einige Indie-Entwickler und -Publisher kritisierten diese Entscheidung und gaben an, dass die Überraschungsveröffentlichung die Verkaufszahlen ihrer Spiele beeinträchtigt habe. Jonas Antonsson, Mitbegründer von Raw Fury, äußerte seine Begeisterung für Oblivion und die Möglichkeit für neue Spieler, das Spiel zu erleben. Gleichzeitig merkte er jedoch an, dass Überraschungsveröffentlichungen dieser Größenordnung kleinere Spiele „untergehen“ lassen. Entwickler Mike Rose bewarb sein Spiel Starless Abyss auf Twitter und erklärte, die Veröffentlichung von Oblivion Remastered in derselben Woche sei für den Start seines Spiels nicht optimal gewesen.
Der offizielle Twitter-Account von Kepler Interactive – dem Publisher von Clair Obscur: Expedition 33, das am selben Tag wie Oblivion Remastered erschien – verglich die gleichzeitige Veröffentlichung der beiden Spiele mit dem Barbenheimer-Phänomen, während GamesRadar+ den Launch mit der gleichzeitigen Veröffentlichung von Animal Crossing: New Horizons und Doom Eternal verglich. Der offizielle Twitter-Account von Bethesda antwortete später auf den Tweet von Kelper Interactive mit einem Bild von feiernden NPCs aus Oblivion vor einem Fernseher mit Expedition 33 und der Bildunterschrift „Wir können es kaum erwarten, zu spielen!“
Verkaufszahlen
The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered erreichte drei Tage nach Veröffentlichung vier Millionen Spieler, mit einem Spitzenwert von 216.000 gleichzeitig aktiven Spielern auf Steam. In der ersten Maiwoche 2025 avancierte das Spiel in den USA, gemessen am Umsatz (ohne Downloads über den Xbox Game Pass), zum drittmeistverkauften Spiel des Jahres. Im April 2025 war es das meistverkaufte Spiel in den USA; in der Veröffentlichungswoche wurden mehr Exemplare verkauft als vom Original-Oblivion in den ersten 15 Monaten in den USA. Drei Monate nach Veröffentlichung erreichte es neun Millionen Spieler.
Quellen und Überprüfung
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Aktualisierung des Quelltextes: 2026-08-01