Zuhause/Enzyklopädie/Assassin’s Creed Mirage
Enzyklopädie / 2023

Assassin’s Creed Mirage

Assassin’s Creed Mirage ist ein Action-Adventure-Computerspiel mit Rollenspielelementen, das von Ubisoft Bordeaux entwickelt und von Ubisoft verlegt wird. Es ist der dreizehnte Teil der Hauptserie von Assassin’s Creed und der Nachfolger des 2020 erschienenen Assassin’s Creed Valhalla. Mirage wurde am 5. Oktober 2023 für PlayStation 4, PlayStation 5, Windows, Xbox One, Xbox Series X und Series S sowie Amazon Luna veröffentlicht.

Wie in der Reihe üblich ist das Spiel in einem spezifischen historischen Setting angesiedelt, in diesem Fall im historischen Bagdad des 9. Jahrhunderts in der Blütezeit des Islam zur Herrschaft der Abbasiden-Kalifen. Das Spiel folgt Basim Ibn Ishaq (eine Figur, die zum ersten Mal in Valhalla eingeführt wurde) und seiner Entwicklung vom Straßendieb zum vollwertigen Mitglied der Assassinen-Bruderschaft, die für Frieden und Freiheit gegen den Orden der Ältesten, dem Vorläufer des Templerordens, kämpft.

Dabei trifft man auf zahlreiche zeitgenössische Charaktere wie die Kalifen Al-Mutawakkil bzw. al-Mu'tazz und seine Mutter Qabiha, sowie al-Dschahiz, Arib al-Ma'muniyya und die Banū Mūsā-Brüder, ein Trio von Gelehrten und Erfindern. In einem DLC erlebt der Spieler eine abgewandelte Form des Märchens von Ali Baba und die vierzig Räuber, wobei man Mardschana trifft. Wie bei den vorherigen Spielen enthält auch Mirage Story-Abschnitte, die sich mit den Isu bzw. der ersten Zivilisation befassen, einer mythischen humanoiden Spezies, welche in der Assassin's-Creed-Reihe vor der Menschheit existierte und über hochentwickelte Technologie verfügte.

Handlung

Nach den Ereignissen von Assassin’s Creed Valhalla verwenden die Assassinen in der Gegenwart eine Blutprobe von Basim Ibn Ishaq, um seine Erinnerungen an die Zeit des Abbasiden-Kalifats wieder aufleben zu lassen. In einem kurzen Monolog erklärt William Miles, dass er nach anfänglichen Zweifeln an Basim nun versteht, wie viel dieser den heutigen Assassinen zu lehren hat. William glaubt, Basim habe den Assassinen-Kodex auf neue Weise herausgefordert und die moderne Bruderschaft muss es ihm gleichtun, denn er befürchtet, dass bald eine Zeit kommen wird, in der alle auf die Probe gestellt werden.

Die Handlung des Spiels setzt im Jahr 861 n. Chr. ein. Der junge Straßendieb Basim lebt mit seiner Jugendfreundin und Begleiterin Nihal am Euphrat in der Stadt al-Anbar, der ehemaligen Hauptstadt des Abbasiden-Kalifats. Sein ganzes Leben lang wird Basim von Visionen eines monströsen Dschinns heimgesucht, bei deren Bewältigung ihm Nihal geholfen hat. Obwohl Basim nur ein einfacher Dieb ist, hegt er größere Ambitionen und versucht, sich der geheimnisvollen Bruderschaft der „Verborgenen“ – den Assassinen – anzuschließen, um zum Beschützer derer zu werden, die ihm gleichen. Doch wird er von Roshan, der Anführerin der in al-Anbar stationierten „Verborgenen“, zunächst abgelehnt.

Um sich den „Verborgenen“ zu beweisen, schleicht sich Basim eines Nachts zusammen mit Nihal in den Winterpalast, um eine Truhe zu stehlen, die von der Bruderschaft gesucht wird. Dabei wird er Zeuge, wie der Kalif al-Mutawakkil von maskierten Männern bedroht wird, bei denen es sich um Mitglieder des gegnerischen „Ordens der Ältesten“ handelt. Basim entwendet aus der Truhe ein scheibenförmiges Isu-Artefakt, das sich in seinen Händen plötzlich aktiviert und eine holografische Aufzeichnung anzeigt. Als daraufhin der Kalif auftaucht und ihn mit Gewalt zur Rede stellt, tötet Nihal den Kalifen, um Basim zu retten, und die beiden fliehen aus dem Palast.

Als Vergeltung für die Ermordung des Kalifen beginnen seine Wachen, alle Diebe in al-Anbar abzuschlachten, darunter auch viele von Basims Freunden. Wütend beschuldigt er Nihal, für die Situation verantwortlich zu sein und wendet sich von ihr ab. Als die Wachen kurz davor sind, Basim zu schnappen, taucht unerwartet Roshan auf und verhilft ihm zur Flucht aus der Stadt. Anschließend bringt sie ihn weit weg in die Bergfestung der Verborgenen in Alamut.

In den nächsten Jahren trainiert Basim unter Roshan und lernt dort viele neue Freunde kennen. Schließlich wird er in einer feierlichen Zeremonie in die Bruderschaft der „Verborgenen“ eingeweiht. Eines Tages kehrt ein zuvor entsandter „Verborgener“ schwer verletzt vom Auskundschaften zurück und berichtet von dem schnell wachsenden Einfluss des Ordens der Ältesten in Bagdad. Daraufhin beschließt der Mentor von Alamut, Raihan, ein Kontingent der „Verborgenen“ nach Bagdad zu schicken, um weitere Nachforschungen anzustellen, angeführt von Basim und Roshan.

In Bagdad stellen die „Verborgenen“ fest, dass der Orden die durch al-Mutawakkils Tod verursachte politische Instabilität ausnutzt, um die höchsten Machtebenen des Kalifats zu infiltrieren. Fünf Ordensmitglieder, darunter der geheimnisvolle Anführer, sollen dabei eine bedeutende Rolle spielen. Basims Aufgabe ist es nun, diese Mitglieder in den Außenbezirken Bagdads aufzuspüren und zu eliminieren. Er beginnt seine Suche im Stadtteil Harbiyya, einem Armenviertel, und befreit den Anführer der Zandsch-Rebellion, Ali ibn Muhammad, aus dem Gefängnis. Indem Basim anschließend Ali und seine Aufständischen unterstützt, kann er mit deren Hilfe den Seifenmühlenbesitzer Mas'ood Al-Ya'qoob als Mitglied des Ordens identifizieren. Basim ermordet daraufhin Mas'ood in einer Karawanserei, wo dieser Sklaven für Ausgrabungsstätten in der Wüste kauft.

Wenig später trifft Basim wieder auf Nihal, die ihm erzählt, dass sie die von den „Verborgenen“ und dem Orden gesuchten Isu-Artefakte erforscht hat und sich unerklärlicherweise zu ihnen hingezogen fühlt. Nihal teilt Basim auch ihre Zweifel an den Absichten der „Verborgenen“ mit, da sie glaubt, die Bruderschaft würde ihm etwas verheimlichen. Sie deutet an, dass die Lösung für seine Dschinn-Visionen, die ihm weiterhin plagen, beim Orden liegen könnte. Basim weigert sich jedoch, Nihal Glauben zu schenken, da er seine Pflichten gegenüber der Bruderschaft über seine persönlichen Wünsche stellt.

Basim setzt seine Mission fort und spürt mit der Zeit weitere Mitglieder des Ordens auf. In al-Abbasiya, einem gehobenen Mittelschichtsviertel, untersucht er das Haus der Weisheit und findet heraus, dass der Orden mithilfe erbeuteter Isu-Technologie die Geheimnisse eines uralten Manuskripts zu entziffern versucht. Nachdem Basim hier den Gelehrten Fazil Fahim al-Kemsa als Ordensmitglied identifiziert hat, tötet er diesen während eines Symposiums. Im Handelsviertel al-Karch deckt Basim die Hintergründe einer Hafenblockade und der Beschlagnahmung ausländischer Waren auf, welche darauf abzielen, eine seltene Haarnadel zu finden. Während einer großen Auktion gelingt es ihm, die chinesische Händlerin Ning als Ordensmitglied zu enthüllen und zu töten. Im Stadtteil al-Scharqiyya beteiligt sich Basim am Zandsch-Aufstand, nachdem türkische Söldner des Kalifats mehrere Rebellen hingerichtet haben. Zusammen mit Ali dringt Basim in eine türkische Garnison ein und tötet hier das Ordensmitglied Wasif al-Turki.

Als schließlich nur noch der Anführer des Ordens übrig ist, versucht Basim, dessen Identität zu ergründen, indem er sich zur Runden Stadt begibt und hier drei Verdächtige beschattet: die berühmte Dichterin Arib al-Mamuniyya, den Statthalter Muhammad ibn Tahir und die königliche Konkubine Qabiha. Basims Ermittlungen ergeben, dass Muhammad mit dem Orden ein Abkommen geschlossen hat, um den Schutz Alamuts durch die Tahiriden aufzuheben; im Austausch dafür verzichtet der Sohn des Kalifen, Abu Abdallah, auf den Thron und dient stattdessen dem Orden. Des Weiteren findet Basim heraus, dass Abdallahs Mutter Qabiha die Anführerin des Ordens in Bagdad ist und sich im Kalifenpalast im Zentrum der Stadt versteckt hält.

Basim berichtet Roshan von seinen Ergebnissen und überzeugt sie davon, für das Attentat auf Qabiha bereit zu sein. Es gelingt ihm, in den Palast einzudringen, doch als er Qabiha gegenübersteht, zögert er, als diese ihm offenbart, dass sie seine wahre Natur kennt. Sie behauptet, die Antworten über den Dschinn, nach denen Basim sucht, seien in einem geheimen Tempel unterhalb von Alamut zu finden, und drängt in dazu, sie dorthin zu begleiten. Doch plötzlich wird Qabiha von Roshan getötet, die Basim heimlich gefolgt ist. Roshan tadelt ihn wegen seines Ungehorsams und warnt ihn ausdrücklich davor, in Alamut weiterzuforschen.

Doch Basim, der nun Nihals Misstrauen gegenüber der Bruderschaft teilt, weigert sich und beschließt, nach Alamut zurückzukehren, um die Wahrheit über sich selbst zu erfahren. Gemeinsam mit Nihal gerät er dort mitten in einen Angriff der Tahiriden; er schafft es aber, viele der gefangenen „Verborgenen“ zu befreien. Als mit deren Hilfe die Angreifer abgewehrt werden konnten, begibt sich Basim zum Tempel unter der Burg, nachdem er Raihan davon überzeugte, dass die darin enthaltene Macht genutzt werden kann, um den Orden endgültig zu besiegen. Er wird jedoch von Roshan konfrontiert, die behauptet, dass sie ebenfalls von Basims wahrer Natur wisse, und versucht, ihn am Betreten des Tempels zu hindern, da sie befürchtet, dass das, was in Basim geweckt wird, die Verborgenen in den Untergang stürzen könnte. Basim gelingt es, Roshan im Kampf zu besiegen, verschont aber ihr Leben.

Er betritt mit Nihal den Tempel, der sich als ein verborgenes Isu-Gewölbe entpuppt und Nihal angeblich bekannt vorkommt. Im Inneren findet Basim weitere scheibenförmige Artefakte sowie eine Zelle, in welcher der Isu Loki einst gefangen gehalten und gefoltert wurde.

Basim erkennt in diesem Moment, dass er die Reinkarnation Lokis ist und seine Visionen des Dschinns in Wahrheit seine verdrängten, traumatischen Isu-Erinnerungen widerspiegeln. Auch stellt sich heraus, dass Nihal nie existiert hat, sondern nur eine Manifestation seines Bewusstseins der Isu war. So hat nicht Nihal damals den Kalifen im Winterpalast getötet, es war von Anfang an Basim selbst. Um seine Dschinn-Visionen zu beenden, beschließt Basim, Lokis Erinnerungen anzunehmen und verschmilzt sein Bewusstsein mit dem von Nihal, nachdem diese versicherte, dass er niemals allein sein würde.

Nachdem Basim den Tempel verlässt, wird er von den „Verborgenen“ wieder aufgenommen, was Roshan dazu veranlasst, unter Protest auszutreten. Das Spiel endet mit einem Monolog Basims, in welchem er erklärt, dass er sich an sein früheres Isu-Leben erinnert und an das Leid, das ihm damals zugefügt wurde. Er schwört, andere Reinkarnationen wie ihn zu finden und sinniert, dass bis dahin „eine neue Welt“ auf ihn wartet.

Somit spielt das Ende von Mirage auf Assassin’s Creed Valhalla an, da Basim sich von nun an als wiedergeborener nordischer Gott dafür rächen will, einst vom Göttervater Odin gefangen gehalten und gefoltert worden zu sein, was sein Trauma verursachte und zu den Ereignissen von Valhalla führt.

Historischer Hintergrund und reale Figuren

Mirage enthält eine Reihe von Charakteren, die auf historischen Persönlichkeiten basieren; in einem DLC erlebt der Spieler eine abgewandelte Form des Märchens von Ali Baba und die vierzig Räuber, wobei man die Heldenfigur Mardschana trifft.

Historisch reale Figuren im Spiel

al-Mu'tazz, dreizehnter Kalif der Abbasiden (reg. 866–869), im Jahr 869 ermordet

Wasif al-Turki, türkischer General, beteiligt an der Ermordung von al-Mutawakkil.

Entwicklung

Mirage wurde als ein kleinerer Assassin’s-Creed-Titel beschrieben, der ähnlich wie ältere Spiele der Reihe eine Spielzeit von 15 bis 20 Stunden haben wird. Es wurde entwickelt, um das 15-jährige Jubiläum der Serie zu feiern, wobei das Team die für Valhalla entwickelte Technologie nutzt, um ein Spiel zu entwickeln, das dem ersten Assassin’s Creed Tribut zollt.

Das Spiel wurde im September 2022 von Ubisoft angekündigt, nachdem zuvor Details über das Spiel in einem Leak bekannt wurden.

Spiel

Mirage spielt einige Zeit vor den Ereignissen von Assassin’s Creed Valhalla und handelt von Basim Ibn Ishaq (Lee Majdoub), einem Straßendieb, der unter der Anleitung seiner Mentorin Roshan (Shohreh Aghdashloo) in Form einer Coming-of-Age-Story ein Verborgener wird.

Mirage ist ein Action-Adventure-Stealth-Spiel, das an ältere Assassin’s-Creed-Titel anknüpfen soll. Es soll linearer und handlungsorientierter werden und weniger Rollenspielelemente als die letzten Teile der Serie enthalten. Das Spiel spielt hauptsächlich in Bagdad, das in vier Bezirke unterteilt ist, enthält aber auch die Festung Alamut im heutigen Iran. Mit Mirage kehren auch die Attentatsmissionen aus Assassin’s Creed Unity und Assassin’s Creed Syndicate zurück, in denen die Spieler die Umgebung erkunden müssen, um verschiedene Möglichkeiten zu finden, ihre Opfer zu erreichen und zu eliminieren. Das Spiel enthält eine lehrreiche Datenbank zur Geschichte Bagdads mit Artikeln, die im Laufe des Spiels nach und nach freigeschaltet werden. Diese behandelt die historischen Hintergründe und islamische Kunst der Abbasidenzeit.

Ähnlich wie frühere Assassinen-Protagonisten verfügt die Hauptfigur Basim über ein großes Arsenal an Waffen und Werkzeugen, darunter die charakteristische versteckte Assassinen-Klinge, Rauchbomben, Wurfmesser und Giftpfeile. Sowohl Waffen als auch Werkzeuge können durch einen Fertigkeitsbaum verbessert werden, der verschiedene Effekte ermöglicht. Basim hat außerdem Zugriff auf den Adlerblick und einen gefiederten Begleiter namens Enkidu (nach einer Figur aus der mesopotamischen Mythologie), einen Adler, mit dem er nahe gelegene Gebiete auskundschaften kann. Im Gegensatz zu früheren Assassin's Creed-Spielen, die auch über Vogelbegleiter verfügten, können feindliche Bogenschützen Enkidu erkennen und auf ihn schießen.

Ubisoft kündigte an, dass sie eine exklusive Mission mit dem Titel The Forty Thieves für Spieler, die das Spiel vorbestellt haben, veröffentlichen werden.

Rezeption

Das Spiel bekam in der deutschen Presse überwiegend positive bis gemischte Kritiken. Golem.de betonte die kurze Spieldauer von 15 bis 20 Stunden und die deutlich kleinere Spielwelt im Vergleich zu anderen Teilen der Reihe. Das Spiel würde aber Spaß machen und den Fokus auf leise Attacken aus dem Hinterhalt setzen. Stern.de schrieb, das Spiel wäre eine Rückkehr zu den Wurzeln der Spielreihe, was „gleichzeitig gelingt und scheitert“. Kritisiert wird, dass die Story nur wenig packend wäre und die „Inszenierung fühlt sich fast genauso an wie vor 15 Jahren“. GamePro lobte die Atmosphäre des Spiels und bezeichnete den Teil als ein „Ein Schritt zurück, der die Serie wieder nach vorne bringt“.

Quellen und Überprüfung

Angepasst von Wikipedia. Der Text gehört den Autoren des Originalartikels und ist unter einer CC BY-SA 4.0-Lizenz verfügbar. Tabellen, Vorlagen und Fußnoten entfernt; Unten finden Sie Links zur Originalversion und zum Revisionsverlauf.

Aktualisierung des Quelltextes: 2026-09-23

Lesen Sie weiter

↑