Spelunky ist ein Jump ’n’ Run mit Rogue-like-Elementen des amerikanischen Entwickler Derek Yu. Yu veröffentlichte das Spiel erstmals 2008 kostenlos für Windows. 2009 gab Yu den Quellcode für die nicht-kommerzielle Nutzung frei, auf dessen Grundlage Fans das Spiel inoffiziell für andere Plattformen portierten, darunter macOS und als HTML5-basiertes Browserspiel für Google Chrome. 2012 veröffentlichte er es in einer überarbeiteten, kommerziellen Fassung für die Spielkonsole Xbox 360, die anschließend auch für Windows, PlayStation 3, PlayStation 4, PlayStation Vita und Nintendo Switch portiert wurde.
Spielprinzip
Der Spieler steuert einen in Anlehnung an Indiana Jones gestalteten Höhlenforscher (engl. spelunker) durch prozedural generierte Level, die bei jedem Spieldurchgang neu berechnet werden. Er sucht darin nach Schätzen, muss sich gegen unterschiedliche gegnerische Figuren zur Wehr setzen und Fallen vermeiden. Der Schwierigkeitsgrad wurde generell als hoch eingeschätzt, das häufige Ableben der Spielfigur und der Neustart sind kennzeichnende Elemente des Spielprinzips. Erfolge stellen sich für den Spieler allmählich ein durch das Erlernen der Spielformel und das Lesen der Level.
Rezeption
Bis 2016 verkaufte sich Spelunky mehr als eine Million Mal. Laut Derek Yu startete das Spiel auf Steam in der ersten Verkaufswoche mit mehr als 61.000 Kopien und steigerte sich bis 2016 auf über 577.000 verkaufte Kopien. Auf dem Independent Games Festival 2012 erhielt Spelunky die Auszeichnung für das beste Design. PC Gamer zählte es 2016 zu den 50 einflussreichsten Spielen, u. a. durch seinen Einfluss auf andere Rogue-lites. Hervorgehoben wurde zudem, dass auch mit Hilfe relativ simpler Entwicklungsumgebungen, wie Game Maker, in kleinen Teams mit geringem Budget herausragende Spiele entwickelt werden könnten. Polygon bezeichnete es 2019 als das wichtigste Spiel der Dekade. Die Special Edition des Dokumentationsfilms Indie Game: The Movie wurde unter anderem mit einem Interview von Derek Yu zu Spelunky erweitert.
Spelunky war eines der ersten populären Spiele, das die alte Formel der durch ihren Schwierigkeitsgrad gekennzeichneten Rogue-likes mit dem eingängigen Spielprinzip eines Jump ’n’ Run kombinierte. Es folgte damit nicht der im Erscheinungsjahr als „Berlin Interpretation“ beschlossenen Definition, die dem Genre sehr enge Grenzen setzte, sondern öffnete es für neue Interpretationen der Spielformel und damit auch für ein breiteres Publikum. Die dadurch beeinflussten Spiele wurden in Folge vielfach unter der Bezeichnung Rogue-lite zusammengefasst, darunter Titel wie The Binding of Isaac, FTL, Hades, Dead Cells und Slay the Spire.
Quellen und Überprüfung
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Aktualisierung des Quelltextes: 2026-03-07