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Metal Gear Rising: Revengeance

Metal Gear Rising: Revengeance (jap. メタルギア ライジング リベンジェンス, Metaru Gia Raijingu: Ribenjensu) ist ein Actionspiel in der Welt der Computerspielreihe Metal Gear. Es wurde im Auftrag des japanischen Publishers Konami vom ebenfalls japanischen Entwicklerstudio Platinum Games entwickelt und erschien im Februar 2013 für Xbox 360 und PlayStation 3. 2014 erschien es zudem für Windows und macOS, 2016 auch für Android. Der Spieler steuert darin Raiden, die Hauptfigur aus Metal Gear Solid 2, der als technisch aufgewerteter Cyborg gegen das private Militärunternehmen Desperado Enforcement kämpft. Anders als in der Hauptreihe, die Wert auf Schleichen und heimliches Vorgehen legt, stehen bei Revengeance actionreich inszenierte Gefechte im Vordergrund. Das Spiel war ursprünglich unter dem Titel Metal Gear Solid: Rising intern bei Kojima Productions in der Entwicklung, wurde wegen Problemen bei der Entwicklung jedoch zunächst auf Eis gelegt.

Bei dessen Veröffentlichung im Februar 2013 wurde Metal Gear Rising: Revengeance von den Kritikern positiv aufgenommen. Gelobt wurden insbesondere das ausgeklügelte Schneidesystem, die Einbindung von Metal-Gear-Elementen zur Ergänzung der Handlung trotz des Action-Schwerpunkts, der Soundtrack sowie die Bosskämpfe. Kritik gab es hingegen an der Kamerasteuerung und der kurzen Spieldauer der Kampagne. Schätzungen zufolge wurde das Spiel mehr als 2 Millionen Mal verkauft.

Handlung

Die Handlung spielt rund vier Jahre nach den Ereignissen in Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots. Raiden arbeitet für das private Militärunternehmen Maverick Security Consulting, in dessen Auftrag er N’mani, den Ministerpräsidenten eines nicht näher genannten afrikanischen Landes, beschützen soll. Der Konvoi wird von Soldaten des Militärunternehmens Desperado Enforcement überfallen und N’mani entführt. Raiden verfolgt die Söldner, kann den Tod seines Schützlings jedoch nicht verhindern. Im Kampf unterliegt er den Söldneranführern Sundowner und Sam, wobei er einen Arm und sein linkes Auge verliert. Diese werden durch Cyborgtechnologie ersetzt und Raiden begibt sich nach seiner Genesung auf die Suche nach den Gründen und den Hintermännern für den Angriff auf N’mani. Wie für die Serie üblich stößt er auf ein Netz aus Korruption und Verschwörung. Schauplätze sind Abchasien, Mexiko und eine Konzernzentrale in Denver.

Spielprinzip

Raiden wird vom Spieler direkt gesteuert, wobei das Spielgeschehen aus einer Third-Person-Perspektive gezeigt wird. Das Spiel besteht aus acht weitgehend linear aufgebauten Leveln, in denen die Kämpfe gegen unterschiedliche Gegner bei gleichzeitig hohem Spieltempo im Vordergrund stehen. Das Kampfsystem besteht im Kern aus zwei unterschiedlichen Kampfattacken (stark/schwächer), die zusammen mit Blockmanövern zu verschiedenen Angriffskombinationen verbunden werden können. Ein besonderes Feature ist der „Klingen-Modus“, in dem die Zeit stark verlangsamt wird und mit Hilfe des Analogsticks bestimmt werden kann, an welcher Stelle Raiden mit seinem Katana zuschlagen soll. Dabei können gezielt Schwachstellen attackiert werden, wodurch Gegner behindert und Boni gesammelt werden können.

Eine weitere wichtige Technik ist „Zandatsu“ (斬奪, wörtlich „schneiden und entreißen“), bei der Energiequellen aus den Körpern zerlegter Cyborgs und Roboter entnommen werden. Diese Technik kann eingesetzt werden, wenn man im Klingen-Modus einen Gegner durch ein kleines, rot markiertes Kästchen zerschneidet, und stellt Raidens Gesundheit und Energie vollständig wieder her. Nach Abschluss einer Mission erhält der Spieler je nach seiner Leistung eine bestimmte Anzahl an Punkten und eine Bewertung, wobei „S“ die beste darstellt. Mit diesen Punkten können Spieler Upgrades für Raidens Ausrüstung erwerben.

Entwicklung

Auf der E3 2009 kündigte Kojima offiziell die Entwicklung eines Ablegers mit dem Titel Metal Gear Solid: Rising an. Es sollte die erzählerische Lücke zwischen Sons of Liberty und Guns of the Patriots schließen. Intern nahm sich Kojima bei der Entwicklung zurück und überließ die Verantwortung einem Team von jungen Entwicklern. Durch unzureichende Führung und zunehmende Designmängel begann das Projekt jedoch zu stagnieren, sodass Kojima die Entwicklung einstellen ließ. Da er das bereits existierende Grundgerüst jedoch nicht einfach verwerfen wollte, suchte er nach externer Unterstützung und wandte sich an den befreundeten Spieleproduzenten Atsushi Inaba von Platinum Games. Auf den Spike Video Game Awards 2011 gab Kojima schließlich die Übergabe des Projekts an Platinum Games und den Namenswechsel zu Metal Gear Rising: Revengeance bekannt.

Platinum wechselte für den engen Zeitplan auf seine hauseigene Engine statt der ursprünglich genutzten Fox-Engine von Konami. Kojima Productions machte keinerlei Vorgaben und beaufsichtigte lediglich die Handlung, die Cutscenes und das Szenario. Die Handlung verschob sich zeitlich auf nach Guns of the Patriots.

Musik

Der Soundtrack zu Metal Gear Rising: Revengeance wurde größtenteils von Jamie Christopherson über einen Zeitraum von sechs Monaten komponiert. Dieser hatte zuvor bereits für mehrere japanische Auftraggeber gearbeitet und Musik für Spiele wie Lost Planet 2 (2010) komponiert. Christopherson wurde erstmals von Platinum Games kontaktiert, als das Unternehmen Soundelux DMG für die Soundeffekte und die Sprachaufnahmen des Spiels engagierte. Im Zuge der Beauftragung von Soundelux bat Platinum ihn im November 2011, etwa zur Mitte der Entwicklungsphase des Spiels, den Soundtrack zu komponieren. Es war das erste Mal, dass Christopherson Musik im Umfang eines ganzen Albums komponierte, und er beschrieb den Arbeitsaufwand und die Zusammenarbeit, die dafür erforderlich waren, gegenüber GameZone als etwas völlig anderes als alles, was er bisher bei der Produktion eines Soundtracks erlebt habe, sowie als die intensivste Zusammenarbeit aller Projekte, an denen er bis dahin gearbeitet hatte.

Aufgrund des Umfangs des Projekts holte sich Christopherson Unterstützung von anderen Künstlern, um die Gesangsparts des Spiels zu singen und zu schreiben, darunter den ehemaligen Machine-Head-Gitarristen Logan Mader, den Elektro-DJ Ferry Corsten, den Voodoo-Highway-Sänger Graeme Cornies, Jason Charles Miller sowie die Remixer von Maniac Agenda. Christopherson erhielt zudem einige Vorgaben von Hideo Kojima zum Schreiben der Songtexte für die Bosse des Spiels, wobei der Großteil der Anweisungen jedoch von Platinum an Christopherson weitergegeben wurde. Im Gegensatz zu früheren Spielen der Metal-Gear-Reihe, die auf Stealth basierten und vorwiegend eher filmische Musik verwendeten, wurde Metal Gear Rising als Hack-and-Slash-Spiel entwickelt, weshalb der Soundtrack energiegeladener sein musste.

Platinum wünschte sich für das neue Spiel einen Heavy-Metal-Soundtrack, ähnlich wie bei früheren Projekten des Studios wie Bayonetta (2009) und Anarchy Reigns (2012); da Christopherson jedoch keine Erfahrung mit der Komposition von Metal-Musik hatte, benötigte er Unterstützung von Künstlern, die er für die Zusammenarbeit engagiert hatte. Das Team integrierte verschiedene „Arten“ von Metal für die Bosskämpfe, wobei es „Rammstein-Metal“ als Grundlage für den Titel „Red Sun“ nannte und für „The Stains of Time“ vorwiegend Synthesizer einsetzte. Insgesamt wurden 13 Titel für das Spiel komponiert, und bis zum Ende der Entwicklung wurden rund 700 Gigabyte an Dateien zwischen Christopherson und Naoto Tanaka, dem Musikdirector von Platinum, hin und her übertragen.

Anlässlich der Veröffentlichung des Spiels in Los Angeles lud Konami die ersten 150 Personen in der Warteschlange zu einem privaten Konzert ein, bei dem Christopherson und sein Team den Soundtrack live aufführten.

Ein Album mit Titeln aus dem Spiel erschien in einer limitierten Auflage. Ein weiteres Album namens Metal Gear Rising: Revengeance Vocal Tracks mit 29 Titeln wurde am 20. Februar 2013 veröffentlicht.

Synchronsprecher

Veröffentlichung

Die Demoversion wurde ursprünglich als Bonus im Rahmen der Zone of the Enders: HD Collection veröffentlicht, die am 30. Oktober 2012 für die PlayStation 3 und die Xbox 360 erschien. Eine öffentliche Demo von Metal Gear Rising: Revengeance wurde am 13. Dezember 2012 in Japan im PlayStation Store veröffentlicht. Die nordamerikanische Demo erschien später am 22. Januar 2013 im Xbox Live Marketplace und im PlayStation Store.

Die Vollversion erschien am 19. Februar 2013 in Nordamerika und am 21. Februar in Europa für die PlayStation 3 und Xbox 360. Obwohl die Veröffentlichung für beide Konsolen ursprünglich auch für den 21. Februar in Australien geplant war, verzögerte sich diese aufgrund von Lieferproblemen auf den 26. Februar. In Japan erschien das Spiel am 21. Februar für die PlayStation 3, während die Veröffentlichung für die Xbox 360 dort abgesagt wurde. Zwar war ursprünglich eine Windows-Version von Metal Gear Solid: Rising geplant, doch wurde die Veröffentlichung für diese Plattform vorerst auf Eis gelegt. Kojima Productions erklärte jedoch, man werde dies nach der Veröffentlichung der Konsolenversionen erneut in Betracht ziehen. Die Windows-Version wurde schließlich im Mai 2013 angekündigt und am 9. Januar 2014 veröffentlicht. Die PlayStation-3-Version wurde im November 2013 in das PlayStation-Plus-Angebot aufgenommen.

In Japan brachte Konami zwei Sammlereditionen auf den Markt. Die erste, das „Premium Package“, enthält ein Artbook von Yoji Shinkawa und ein Soundtrack-Album. Die zweite limitierte Auflage ist die „Premium Package Special Edition“, die den gesamten Inhalt des ersten Pakets umfasst und zusätzlich eine Actionfigur von Raiden enthält. Die englische Sammleredition umfasst einen Soundtrack, eine SteelBook und eine Lampe, die eine kleine Nachbildung von Raidens Schwert enthält. Am 21. Mai 2013 erschien im PlayStation Network eine exklusive Download-Edition mit dem Titel „Ultimate Edition“. Diese Edition enthält das komplette Spiel sowie alle herunterladbaren Inhalte. Die gleiche Version wurde am 5. Dezember 2013 in Japan unter dem Namen „Special Edition“ im Handel veröffentlicht.

Die Windows-Version wurde am 9. Januar 2014 veröffentlicht. Die Version erforderte vorübergehend eine Internetverbindung, bis am 10. Januar 2014 ein Patch veröffentlicht wurde. Der European Brand Manager von Konami erklärte, dass diese Anforderung auf einen versehentlichen Fehler zurückzuführen sei. Die Windows-Version ist regional gesperrt, sodass das Spiel in Indien und Japan nicht erhältlich ist. In Irland war das Spiel vorübergehend nicht käuflich zu erwerben. In Südostasien ist das Spiel ebenfalls nicht über Steam erhältlich, jedoch als Disc-Version für die PlayStation 3. Das Spiel verfügt zudem über regional gesperrte Seriennummern und eine regionenübergreifende Geschenkfunktion. Im März 2015 wurde bestätigt, dass Metal Gear Rising: Revengeance für die Nvidia-Shield-Konsole erscheinen wird. Im Januar 2017 wurde die macOS-Version von Revengeance aufgrund eines Problems mit dem DRM unspielbar, nachdem Transgaming, das die Portierung entwickelt hatte, den Betrieb eingestellt hatte.

Im Juli 2024 wurde eine DRM-freie Version des Spiels auf GOG.com veröffentlicht. Sie unterliegt denselben regionalen Einschränkungen wie die Steam-Version, sodass sie in Südostasien und Japan nicht erhältlich ist.

Herunterladbare Inhalte

Die herunterladbaren Inhalte für Rising umfassen fünf Cyborg-Körpertypen für Raiden, ein Set mit „VR-Missionen“ sowie zwei storybasierte Kampagnen, in denen jeweils ein anderer Charakter die Hauptrolle spielt. Die DLC-Rüstungen waren als Vorbestellungsbonus bei verschiedenen teilnehmenden Händlern erhältlich, die je nach Region variierten. Das Set mit den VR-Missionen und die Bonus-Kampagnen wurden in den Monaten nach der Veröffentlichung des Spiels zur Verfügung gestellt. Alle herunterladbaren Inhalte sind inzwischen für alle Nutzer im PlayStation Network und auf Xbox Live verfügbar und sind in der Windows-Version des Spiels standardmäßig enthalten.

Rezeption

Im Schnitt erhielt Metal Gear Rising: Revengeance gute Wertungen. Metacritic ermittelt einen Wertungsschnitt von 80 % für PS3, 82 % für Xbox 360 und 83 % für Windows.

Der Soundtrack zu Metal Gear Rising: Revengeance wurde von Kritikern überwiegend positiv aufgenommen. Scott McCrae von VG247 lobte insbesondere, wie gut sich die Musik an die Handlungen im Spiel anpasst, wobei der Titel „Rules of Nature“ als perfekter Einstieg in das Spiel bezeichnet wurde. Eine Rezension der Redaktion von AllMusic beschrieb den Soundtrack als mitreißende und hektische Mischung aus Electronica und Hard Rock, die dazu beitrage, die Spieler in die richtige Stimmung zu versetzen, um als Katana-schwingende Cyborgs zu spielen.

Verkaufszahlen

Tatsuya Minami, Präsident von Platinum Games, erklärte, er erwarte aufgrund der intensiven Marketingmaßnahmen und der Zugehörigkeit zur Metal-Gear-Reihe gute Verkaufszahlen für das Spiel. Kurz nach der Veröffentlichung erwähnte Hideo Kojima, dass er sich darüber freue, dass sich Metal Gear Rising: Revengeance weltweit gut verkaufe, nannte jedoch keine Zahlen. In der ersten Woche führte das Spiel die Charts von Media Create und Enterbrain Japan an und verkaufte sich laut ersterer 308.681 Mal und laut letzterer 335.791 Mal. In den „Famitsu Top 100 2013“, einer Liste der 100 meistverkauften japanischen Software-Titel im Einzelhandel für das Jahr 2013, die auf Daten der Famitsu-Muttergesellschaft Enterbrain basiert, belegte die PS3-Version von Metal Gear Rising: Revengeance mit 470.597 verkauften physischen Exemplaren in Japan den 11. Platz.

Das Spiel wurde bei den PlayStation Awards 2013 mit dem Gold-Preis ausgezeichnet, da sich die PS3-Version in Asien mehr als 500.000 Mal verkaufte. Bei seinem Start im Vereinigten Königreich war es nach Crysis 3 das zweitbestverkaufte Spiel. Nach Schätzungen von Steam Spy wurden bis Juli 2024 mehr als 2 Millionen Exemplare des Spiels auf Steam verkauft.

Vermächtnis

Mehrere Videospielmagazine sowie Armstrongs Synchronsprecher Alastair Duncan haben die Vorhersage des Spiels hinsichtlich des Wiederauflebens des Rechtspopulismus in den Vereinigten Staaten gelobt und Senator Armstrong mit US-Präsident Donald Trump verglichen. Ähnlich wie Trump bediene sich Armstrong einer reaktionären und systemkritischen Rhetorik, um die amerikanische Öffentlichkeit für sich zu gewinnen, sowie des Slogans „Make America Great Again“ (der auch schon von Ronald Reagan verwendet wurde), wobei das Spiel bereits Jahre vor Trumps Präsidentschaftskampagne 2016 erschienen war.

Die Handlung, die Charaktere und der Soundtrack trugen Berichten zufolge dazu bei, dass das Spiel durch Internet-Memes – darunter die Darstellung politischer Themen und die komischen Reaktionen der Charaktere auf bestimmte Szenen und Dialoge – einen Popularitätsschub erlebte. Das prominenteste Beispiel hierfür sind der Hauptantagonist Senator Armstrong sowie Jetstream Sam. Infolgedessen soll sich die Zahl der gleichzeitigen Spieler des Spiels im Jahr 2022 innerhalb eines Monats verzehnfacht haben.

Quellen und Überprüfung

Angepasst von Wikipedia. Der Text gehört den Autoren des Originalartikels und ist unter einer CC BY-SA 4.0-Lizenz verfügbar. Tabellen, Vorlagen und Fußnoten entfernt; Unten finden Sie Links zur Originalversion und zum Revisionsverlauf.

Aktualisierung des Quelltextes: 2026-10-07

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